Unter der Sonne der Toskana

Kinostart: 25.03.04
2003
Filmplakat: Unter der Sonne der Toskana

FBW-Pressetext

Die Suche nach Selbstbestimmung und der wahren Liebe sind Thema dieser klugen, romantischen Komödie, die die Toskana in den schönsten Farben zeichnet, und es meisterhaft versteht, mit kleinen Gesten große Gefühle auszudrücken.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie
Regie:Audrey Wells
Darsteller:Diane Lane; Raoul Bova; Sandra Oh
Drehbuch:Audrey Wells
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:113 Minuten
Kinostart:25.03.2004
Verleih:Buena Vista Filmverleih
Produktion: Touchstone Pictures, Blue Gardenia Production; Tatiale Films; Timnick Films;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Eine Frau in den Vierzigern, beruflich und privat erfolgreich, wird vollkommen unvermittelt aus ihrem sicheren Dasein gerissen und verliert alles, was ihr bisher Halt gegeben hat. Ihre Ehe, ihr Heim, ihr Selbstwertgefühl, alles wird ihr in der gelungenen Exposition nachvollziehbar genommen. Ohne in visuelle Depressionen zu verfallen schafft es die Regisseurin, die Notwendigkeit eines vollständigen Neubeginns ihrer Protagonistin stimmungsvoll dazustellen.
Eine Reise nach Europa, eine Kette von Zufällen, auf deren Folgen sich Frances einläßt, eröffnet einen zutiefst optimistischen, italophilen Bildereigen. Klischees werden ansatzweise auf-, aber nie ausgebaut. Hier wird Italien nicht als reine Projektionsfläche US-amerikanischer Toskanafantasien genutzt, sondern Frances ist bereit, sich auf das Abenteuer „zurück auf Anfang“ voll und ganz einzulassen. Dabei werden ihre Sorgen und Ängste keineswegs ausgespart, jedoch überwiegt einfach die durch neue Freunde gewonnene Freude am Leben. Auch wenn Frances (überzeugend dargestellt von Diane Lane) stets im Mittelpunkt steht, vergißt die Regisseurin nicht, die Rollen - auch die ganz kleinen - ihrer Nebendarsteller mit Leben zu füllen.
Das zum Teil etwas behäbige Erzähltempo und der stellenweise etwas zu dick aufgetragene wiedergefundene Genuß am Leben und das perfekte Glücksempfinden am Ende fielen negativ auf.
Insgesamt entläßt der Film den Zuschauer trotz einiger Eindimensionalitäten in der Darstellung mit dem angenehmen Gefühl, sich gut unterhalten zu haben.