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Historie

Entstehungsgeschichte der FBW

Die Auszeichnungen der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) qualifizieren die ausgezeichneten Produktionen für die bundesweite Film- und Medienförderung. Die FBW wird daher anerkannt als älteste deutsche Filmförderung mit wichtigen gesellschaftlichen und kulturellen Aufgaben.

Angefangen hat die Geschichte der Filmförderung durch Steuerermäßigung bzw. Steuererlass in Deutschland bereits 1920, als die Gemeinden im Deutschen Reich per Gesetz verpflichtet wurden, für bestimmte, öffentliche Veranstaltungen - u.a. auch für „Laufbilder" - Vergnügungssteuer zu erheben. 1923 wurden nicht gewerbliche Veranstaltungen, die der Kunstpflege oder der Volksbildung dienten und von den Landesregierungen ausdrücklich als gemeinnützig anerkannt waren, von der Vergnügungssteuerabgabe befreit.

Filmplakat der VerloreneAb 1946 wurden von den Ländern Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eigene Prüfstellen eingerichtet, die unabhängig voneinander nur jeweils für das eigene Land Filme bewerteten. Mit Ausnahme von Rheinland-Pfalz waren die von den Kommissionen ausgestellten Bewertungsscheine gesetzlich verbindlich. In Rheinland-Pfalz, Bremen und Hamburg kamen die gewährten Steuerermäßigungen voll der Filmwirtschaft zugute. Nur in Nordrhein-Westfalen verblieb ein Viertel der Ermäßigung bei den Theaterbesitzern und damit der Filmwirtschaft, während drei Viertel in einen zentralen Unterstützungsfonds eingezahlt wurden, aus dem das Land Kulturfilmvorhaben mitfinanzierte.

Am 20. August 1951 wurde auf Grund einer Verwaltungsvereinbarung zwischen den Ländern die „Filmbewertungsstelle der Länder der Bundesrepublik Deutschland" in Wiesbaden gegründet. Damit sollten „einheitliche Voraussetzungen für die steuerliche Behandlung von Filmen" bei öffentlichen Filmvorführungen und „zur Förderung des guten Films" geschaffen werden. Gleichzeitig verpflichteten sich die Vertrag schließenden Länder, eigene Bewertungsstellen für Filme nicht zu errichten bzw. bestehende aufzulösen.

Das für Westdeutschland nach den Jahren der Nazi-Diktatur Neue war, dass bei der FBW „der deutsche und der internationale Film" beurteilt wurden, dass also internationale Maßstäbe auch an deutsche Filme angelegt wurden. Der erste 1951 bei der FBW eingereichte Spielfilm war DER VERLORENE von Peter Lorre.

 

Geschäftsführer der FBW seit 1951:

1951 - 1961 Hans Blank
1961 - 1983 Dr. Hans Hebeisen
1983 - 2005 Steffen Wolf
2005 - 2007 Alf Mayer
Seit 2008 Bettina Buchler

Jury-Repräsentanten der FBW seit 1957:

1957 - 1962 Gerhard Prager, Frankfurt/Main
(Journalist, später Programmdirektor beim ZDF)
1963 - 1979 Dr. Theo Fürstenau, Wiesbaden
(Filmhistoriker, Filmjournalist)
1980 - 1990 Dr. Gerd Albrecht, Köln
(ehemals Direktor des Deutschen Instituts für Filmkunde)
1991 - 1993 Dr. Hans Borgelt, Berlin
(Schriftsteller, Autor, Journalist)
seit 1994 Adrian Kutter, Biberach
(Filmtheaterbesitzer, ehemals Vorsitzender der Gilde deutscher Filmkunsttheater)