Love Sarah - Liebe ist die wichtigste Zutat

Kinostart: 10.09.20
2020
Filmplakat: Love Sarah - Liebe ist die wichtigste Zutat

FBW-Pressetext

Charmantes Feelgood-Kino

Die deutsch-britische Tragikomödie erzählt die Geschichte von Clarissa, die nach dem Tod ihrer Mutter Sarah deren größten Traum verwirklichen möchte und zusammen mit ihrer Großmutter und Sarahs bester Freundin eine Konditorei eröffnet. Der berührende Film punktet mit seiner routinierten Inszenierung und seinem überzeugenden Ensemble und erzählt mit warmherzigem Charme eine bewegende Geschichte rund um Trauer, Neuanfang, Familie und die Erfüllung von Lebensträumen.

Das berührende Debüt der deutschen, in London lebenden Regisseurin Eliza Schroeder erzählt auf charmante Weise von existenziellen Problemen. Der Tod einer geliebten Person wird auf sehr sensible Weise behandelt und Schroeder gelingt es, dank der Kameraarbeit von Aaron Reid, der Ausstattung und dem im wahrsten Sinne des Wortes leckeren Food-Design durch den Spitzenkoch Yottam Ottolenghi die herzlich-warme Atmosphäre eines englischen Konditorei-Cafés glaubhaft zu vermitteln. Der Film, der von seinen starken Frauenfiguren lebt, überzeugt auch durch das inspirierende Zusammenspiel des gesamten Ensembles: Celia Imrie als resolute Mimi, der eine Versöhnung mit der Tochter erst nach deren Tod gelingt; Shannon Tarbet als Clarissa, die im Verlauf des Films lernt, ihrem eigenen Lebenstraum zu folgen und Shelley Conn als Isabella, die nach Sarahs Tod aus deren Schatten heraustritt und mit dem Konditor Matthew, charmant gespielt von Rupert Penry-Jones, auf einen Mann trifft, der schon in ihrer Vergangenheit eine große Rolle spielte. In all seinen Gewerken ist LOVE SARAH ein romantisch-inspirierender Film, der mit sanften und leisen Tönen die Klaviatur der großen Gefühle aufs Beste bedient.
Prädikat besonders wertvoll

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Filminfos

Gattung:Tragikomödie
Regie:Eliza Schroeder
Darsteller:Celia Imrie; Shannon Tarbet; Shelley Conn; Rupert Penry-Jones; Bill Paterson
Drehbuch:Jake Brunger
Kamera:Aaron Reid
Schnitt:Jim Hampton; Laura Morrod
Musik:Enis Rotthoff
Länge:98 Minuten
Kinostart:10.09.2020
Verleih:Weltkino Filmverleih
Produktion: Neopol Film Kellner & Zapf GbR, Femmes Films;
FSK:0
Förderer:HessenFilm und Medien

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Die 19jährige Clarissa ist begeisterte Ballett-Tänzerin. Durch den plötzlichen Tod ihrer Mutter gerät sie in eine schwere Lebenskrise. Bei Clarissas großer Trauer um den Verlust ihrer Mutter beendet ihr Freund auch noch ihre Beziehung und so steht sie ohne Wohnung auf der Straße. Der Lebenstraum ihrer Mutter, einer ausgebildeten Spitzenbäckerin, war es, in London zusammen mit ihrer engsten Freundin Isabella eine eigene Spezialitätenbäckerei zu eröffnen. Einen kleinen Laden hatten sie im Stadtteil Notting Hill schon angemietet. Clarissa beschließt, ihrem Leben eine entscheidende Wende zu geben, indem sie selbst den Lebenstraum ihrer Mutter in die Tat umsetzen möchte. Mit großem Überzeugungswillen ausgestattet gelingt es ihr, Isabella, ihre Großmutter Mimi, zu der sie kaum Kontakt hielt, und letztlich Sarahs Exfreund Matthew für das Experiment zu gewinnen. Das Experiment, mit den köstlichsten Backwerken Käufer in ausreichender Zahl zu gewinnen, scheitert. Als die drei Frauen aber den Kniff finden, für die Bewohner der Golborne Road, der multikulturell ausgeprägten Gegend in Notting Hill, für jede ethnische Bevölkerungsgruppe ihre Lieblingsbackwerke aus der Heimat anzubieten, kommt der Durchbruch.
Die deutsche Regisseurin Eliza Schroeder inszenierte in ihrer englischen Wahlheimat diese sehr originelle Geschichte nach einem Drehbuch von Jake Brunger, die drei sturköpfige, aber auch starke Frauen aus drei Generationen in den Mittelpunkt stellt. Eine Geschichte um Trennung und Verlust, aber auch um Mut, Zuversicht und Neubeginn. Es ist zunächst ein schwieriger Prozess des Zusammenfindens der drei Frauen, der diese letztlich aber zu einer verschworenen Einheit führt. Geglückt ist die Besetzung der Hauptrollen durch überzeugende Darsteller. Ihr Spiel unter der einfühlsamen und sehr überzeugenden Inszenierung durch die Regie besticht auch durch stimmige Dialogpartien. Der Wechsel von emotional starken und berührenden zu romantischen, aber auch intelligent heiteren Szenen ist geglückt. Eine gute Kameraführung – vor allem in der Enge der kleinen Bäckerei – und die sehr schöne Farb- und Lichtgestaltung gehören zu den weiteren positiven Merkmalen dieses Films, zu der auch noch die eigens komponierte und sparsam begleitende musikalische Untermalung zählen darf.