Der Solist

Kinostart: 10.12.09
VÖ-Datum: 15.04.10
2008
Filmplakat: Der Solist

FBW-Pressetext

Nach seiner Oscar prämierten Verkörperung von Ray Charles ist Darsteller Jamie Foxx erneut als Ausnahmemusiker zu sehen – überzeugend bis ins kleinste Detail. Die authentische Begegnung zwischen dem amerikanischen Journalisten Steve Lopez und dem schizophrenen Cellisten Nathaniel Anthony Ayers, der als Obdachloser in Los Angeles lebt, wird für beide zum entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben. Intelligent und effektvoll werden das intensive Spiel der Darsteller, eine brillante Bildsprache und die ungeschönte Schilderung sozialer Gegensätze in L.A. mit der Liebe zur klassischen Musik kombiniert und kontrastiert. Anhand von wahren Begebenheiten wurde hier eine hoch spannende, wundervolle Parabel über die transzendierende Kraft der Musik, über Einsamkeit und Freundschaft, über Solidarität und zwischenmenschliche Verantwortung geschaffen.
Prädikat besonders wertvoll

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Filminfos

Kategorie:Spielfilm
Gattung:Drama
Regie:Joe Wright
Darsteller:Jamie Foxx; Robert Downey Jr.; Catherine Keener; Rachael Harris
Drehbuch:Susannah Grant
Länge:117 Minuten
Kinostart:10.12.2009
VÖ-Datum:15.04.2010
Verleih:Universal
Produktion: DreamWorks SKG, Krasnoff Foster Productions, Participant Media, Participant Productions, Studio Canal, Universal Pictures, Working Title Films
FSK:12
DVD EAN-Nummer:4031778799038
Anbieter-Link:universal-pictures.de
DVD Extras:Entfallene Szenen, Featurettes, Audiokommentar

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Man kann durchaus fragen, wer der titelgebende Solist eigentlich ist. Auf den ersten Blick ist es natürlich der obdachlose Nathaniel Ayers, der auf den Straßen von Los Angeles seine zweisaitige Geige spielt und dabei von dem Journalisten Steve Lopez gefunden wird. Doch auch dieser spielt ja auf seiner Schreibmaschine virtuose Soli, die als Kolumnen veröffentlicht das Leben von Nathaniel Ayers radikal verändern.

Zwischen dem musikalischen Wunderkind mit schizophrenen Schüben und dem zu einer festen Bindung unfähigen Intellektuellen entwickelt sich eine Beziehung, die zum Glück nicht den Erzählmustern eines Hollywoodfilms folgt. Ayers wird nicht der gefeierte Liebling der Musikwelt und Lopez wird kein Gutmensch. Genau diese Unberechenbarkeit des Schicksals macht den Film so spannend. Hier glaubt man sofort das „auf wahren Ereignissen basierend“, denn die Drehbuchschreiberin war so klug, die Geschichte nicht in eine der gängigen Dramaturgien zu pressen. So bleibt Nathaniels Krankheit ein unüberbrückbares Hindernis, auch wenn noch so viele Musikliebhaber ihm dabei helfen wollen, seine musikalischen Talente wieder zu entwickeln.

Wie schon in dem Film „Ray“ vergisst man bei der Leistung von Jamie Foxx schnell, was für eine großartige schauspielerische Leistung man hier sieht und glaubt einfach, diesen Menschen wirklich vor sich zu sehen. Auch Robert Downey Jr. war selten so gut wie in dieser Rolle.

Dabei erzählt der Film ungeschönt von einem Los Angeles der sozialen Gegensätze. Er zeigt wie Steve in relativem Wohlstand lebt, der für ihn so selbstverständlich ist, dass er ihn nicht ausstellen muss und mit Jeans und T-Shirt auf dem Fahrrad fährt. Nathaniel vegetiert dagegen in schlimmster Armut, die der Film aber nie ausstellt, sondern genauso selbstverständlich und detailreich zeigt wie die Redaktionsräume und Konzertsäle. Und auf einer anderen Ebene zeigt der Film schließlich, was für eine transzendierende Kraft die Musik hat. Wenn die Musik von Beethoven sich mit den Tauben in die Lüfte erhebt, mag dies für manche etwas kitschig wirken, aber es ist unstrittig, dass diese Sequenz eine immens erhebende Wirkung hat. Und dies ist nicht zuletzt auch der präzisen Tonmischung geschuldet. Ein Film, dem die FBW-Jury in großer Einigkeit das höchste Prädikat zuspricht.