Catweazle

Kinostart: 01.07.21
2021
Filmplakat: Catweazle

FBW-Pressetext

Otto als zeitreisender Magier – ein verrückt verschrobenes Kinovergnügen für die ganze Familie.

Als der große Magier Catweazle aus der Vergangenheit ins Hier und Heute katapultiert wird, setzt er mit Hilfe des 12-jährigen Bennys alles daran, seinen Zauberstab wiederzufinden, der ihn zurück ins Mittelalter bringen kann. Die Neu-Interpretation der erfolgreichen Catweazle-Serie mit einem wie immer spielfreudigen Otto Waalkes in der Hauptrolle ist ein großer Kinospaß für Jung und Alt.

In seinem neuesten Streich adaptiert Erfolgsregisseur Sven Unterwaldt die gleichnamige BBC-Serie aus den 1970ern für die große Leinwand. Dafür hat Otto Waalkes selbst, gemeinsam mit Bernd Eilert, dem Drehbuchautor aller Otto-Filme, und dem Komödienspezialisten Claudius Pläging ein wunderbares Drehbuch geliefert. Julius Weckauf als Benny und Otto Waalkes als schrulliger Magier Catweazle bilden ein herrliches Duo mit einer stimmigen Chemie. Und auch das weitere Ensemble (allen voran Katja Riemann, Henning Baum und Milan Peschel) erweist sich als äußerst spielfreudig und hervorragend besetzt. Erzählt wird der Film in einem guten Tempo, das keinerlei Langeweile aufkommen lässt, gleichzeitig aber auch nie in Hektik verfällt und somit die jungen Zuschauer*innen gut mitnimmt, ohne sie zu über- oder unterfordern. Begleitet von entzückender Komik, die generationenübergreifend funktioniert, und gespickt mit herrlichen Zitaten aus der Filmgeschichte, manövrieren sich die beiden sympathischen Helden durch dieses wahrlich bezaubernde Familienabenteuer.

Filminfos

Gattung:Komödie; Spielfilm
Regie:Sven Unterwaldt
Darsteller:Otto Waalkes; Julius Weckauf; Katja Riemann; Henning Baum; Heike Makatsch; Aurel Klug
Drehbuch:Otto Waalkes; Bernd Eilert; Claudius Pläging
Buchvorlage:Richard Carpenter
Kamera:Bernhard Jasper
Schnitt:Zaz Montana
Musik:Philipp Noll
Webseite:tobis.de;
Länge:96 Minuten
Kinostart:01.07.2021
Verleih:Tobis
Produktion: Tobis Film GmbH
FSK:0
Förderer:FFA; MBB; FFHSH; Film- und Medienstiftung NRW

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Richard Carpenter hatte in den 1970er Jahren mit der Serie CATWEAZLE eine ikonische Figur kindlicher Fiktion geschaffen, die einer ganzen Generation in bester Erinnerung sein dürfte. Otto Waalkes verfasste nach den berühmten Vorlagen ein neues Drehbuch, das den Magier des Mittelalters modernisiert und mit dem Komiker Otto Waalkes zugleich eine prägnante Besetzung präsentiert.
Der Magier Catweazle hat sich auf der Flucht vor dem Fürsten versehentlich aus dem 11. Jahrhundert mit Hilfe seines Zauberstabes Anawandur in die Jetztzeit transportiert. Dort findet der junge Benny Lenz (Julius Weckauf) den Zauberstab und nimmt ihn mit nach Hause. Sein Vater (Henning Baum) jedoch bringt ihn als Brennholz zu den Nachbarn, die zugleich die Eltern von Bennys Schwarm Lisa (Gloria Terzic) sind. Die wiederum übergeben ihn an das Heimatmuseum. Die Kunsthistorikerin Dr. Katharina Metzler (Katja Riemann) setzt alles daran, diesen in Besitz zu bekommen und bei einer Auktion versteigern zu lassen. Aus den Chroniken des Museums erfahren die Kinder Benny und Lisa, dass der mittelalterliche Fürst nach dem Verschwinden Catweazles dessen Hütte abbrennen ließ, was zu einer großen Feuersbrunst führte, der auch die Burg zum Opfer fiel. Es gilt daher, Catweazle rechtzeitig in die Vergangenheit zurückzubringen, um diese Katastrophe zu verhindern. Dazu jedoch braucht man Anawandur zurück.
Die an internationalen Standards orientierte Inszenierung glänzt durch eine aufwändige optische Gestaltung, einen verspielten Orchestersoundtrack, amüsante Songs, bietet aber nach Ansicht der Jury bedauerlicherweise nicht ausreichend viele zündende Pointen. Die Handlung wirkt ein wenig routiniert und bietet den prominenten Darsteller*innen wenig Möglichkeiten zu glänzen. Positiv wurde das souveräne Schauspiel von Otto Waalkes bewertet.
CATWEAZLE funktioniert aber auch weniger als Komödie, sondern eher als abenteuerliche und aufwändige Kindergeschichte. Da jede Generation den Komiker Otto auf eine eigene Weise erschlossen hat, hat er somit sicher einen eigenen Unterhaltungswert für ein junges Publikum.
Die Jury würdigte die formalen Qualitäten des Films, seine dichte und detailverliebte Inszenierung und hält ihn als abenteuerlich erzählten Kinderfilm für sehr gelungen. Sie vergibt daher gerne das Prädikat wertvoll.