Villa Henriette

Kinostart: 30.06.05
VÖ-Datum: 15.05.08
2004
Filmplakat: Villa Henriette

FBW-Pressetext

Kinder, einmal ernst genommen – und das in einem Film voll mit schrulligen Erwachsenen und einem sprechenden Haus.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Jugendfilm
Regie:Peter Payer
Darsteller:Nina Petri; Hannah Tiefengraber; Cornelia Froboess
Drehbuch:Milan Dor
Buchvorlage:Christine Nöstlinger
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:88 Minuten
Kinostart:30.06.2005
VÖ-Datum:15.05.2008
Verleih:MFA
Produktion: Mini Film KEG, Lotus-Film; Maximage;
FSK:0
Bildungseinsatz:matthias-film.de;

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

So außergewöhnlich, wie die „Villa Henriette“ sich in Bauform und Ausstattung offenbart, so zeigen sich auch die Bewohner: Es ist eine bunte und sehr skurrile Sammlung durchaus mehr oder weniger liebenswerter Menschen, die allesamt ihre Macken haben. Die einzige Normale scheint die zwölfjährige Marie zu sein, die ihre Familie, gleich zwei sie bewundernde Knaben und auch die Villa Henriette voll im Griff hat. Mit dem ungewöhnlichen Haus kann sie sogar sprechen und es zu mancherlei die Handlung förderndem Schabernack animieren.

Eine eindrucksvolle Schauspielergarde - angeführt von Cornelia Froboess, Nina Petri und Lars Rudolf - kann dem Affen „so richtig Zucker“ geben, einzelne Darsteller aber geraten manchmal auch an die Grenze zum Chargieren. Die Erwachsenenwelt ist eben schrullig und ganz und gar „unnormal“ in diesem Jugendfilm, der sein wichtigstes Publikum, eben nämlich die Kinder, voll und ganz ernst nimmt. Ohne Zeigefinger und herablassendes „Verständnis“ können sich die jungen Protagonisten in der Welt der „Villa Henriette“ verhalten und behaupten. Glänzend geführt und spielerisch überzeugend ist dabei die junge Hannah Tiefengraber als Marie.

Ein besonderes Lob verdient auch das Szenenbild mit einer dem besonderen Ambiente der Villa angepassten Ausstattung. Auch die Kamera hat hier ein schönes Betätigungsfeld.
Kritik entzündete sich im Hauptausschuss lediglich an einigen Unglaubwürdigkeiten und an der Dramaturgie, die dem turbulenten Geschehen einige Male sehr viel Zeit einräumt.