Vilja und die Räuber

Filmstart: 03.09.15
VÖ-Datum: 19.02.16
2015
Filmplakat: Vilja und die Räuber

FBW-Pressetext

Es ist einfach unfair: Jedes Kind in der Nachbarschaft scheint tolle Sommerferien vor sich zu haben, nur Vilja muss mit ihren Eltern und ihrer nervigen Schwester zur Oma fahren. Auf dem Weg dorthin wird jedoch das voll beladene Familienauto von Räubern überfallen, die dabei aus Versehen auch Vilja entführen. Zunächst hat Vilja natürlich Angst, doch nach dem ersten Schreck stellt sie schnell fest, dass auch in ihr das Zeug zum echten Räubermädchen steckt. Außerdem kann man mit der Familie Räuberberg richtig viel Spaß haben! Vielleicht wird dieser Sommer ja doch aufregender als Vilja sich das erträumt hat. VILJA UND DIE RÄUBER ist die erste Verfilmung der gleichnamigen Kinderbuchreihe von Siri Kolu aus Finnland. Abenteuerlich geht es zu, im fahrenden Zuhause der Räuber, die allesamt skurril, aber sehr liebenswerte Charaktere sind. Zudem haben sie das Herz am rechten Fleck und tun mit ihren „Eroberungen“ auch viel Gutes. Da werden Kinder mit Spielzeug beschenkt, oder Dinge, die man selber nicht braucht, großherzig weitergegeben. Und so vermittelt der Film auch eine wichtige Botschaft: Teilen ist viel wichtiger als Besitzdenken und es kommt darauf an, miteinander zu reden und vor allem Spaß miteinander zu haben. Der Humor ist in bester skandinavischer Tradition wunderbar kurios und auch ein bisschen anarchisch schräg, doch genau dies ist gerade für jüngere Zuschauer ein Riesenspaß. Die Kamera fängt schöne sonnige Bilder ein, die eine ansteckende Sommerurlaubslaune verbreiten – auch die Musik passt bestens zu dieser gutgelaunten Stimmung. Ein fröhliches und liebevoll inszeniertes Kinderfilmabenteuer, das große Lust macht, einfach mal raus an die frische Luft zu gehen, um selbst wilde Abenteuer zu erleben.

Filminfos

Gattung:Spielfilm; Kinderfilm; Abenteuerfilm
Regie:Marjut Komulainen
Darsteller:Ilona Huhta; Sirkku Ullgren; Lotta Lehtikari; Kari Väänänen; Jussi Vatanen; Mio Määttä
Drehbuch:Marjut Komulainen; Melli Maikkula
Buchvorlage:Siri Koluns
Kamera:Harri Räty
Schnitt:Oskar Franzen
Musik:Janne Storm
Jugend Filmjury:Lesen Sie auch, was die Jugend Filmjury zu diesem Film sagt...
Weblinks:merosvolatelokuva.fi; moviejones.de; kinderfilmwelt.de; ;
Länge:84 Minuten
Kinostart:03.09.2015
VÖ-Datum:19.02.2016
Verleih:Farbfilm Verleih
Produktion: Kinoproduction Oy, Bright Moving Pictures; Ulysses Filmproduktion;
FSK:0
Förderer:MEDIA-Programm der EU
BD EAN-Nummer:4250128416177
DVD EAN-Nummer:4250128416160
Anbieter-Link:lighthouse-film.com

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Endlich Sommerferien – doch für Vilja bedeutet das wenig Grund zur Freude. Statt eines Ausflugs mit dem Fahrrad will ihr Vater lieber mit ihr die alten Münzen polieren, die er gerade erstanden hat. Und dann steht auch noch ein Besuch bei Oma auf dem Programm – nicht gerade das, was das Mädchen unter einem Abenteuer versteht. Doch Vilja hat Glück im Unglück, denn auf dem Weg zur Großmutter wird ihre Familie von einer Bande wilder Räuber überfallen und durch einen Zufall gerät sie als Beute in die Hände der ausgeflippten Ganovenfamilie Räuberberg. Und das ist erst der Beginn eines wilden Abenteuers und der Freundschaft zur Räubertochter Hele, die ihr Leben verändern wird.

Marjut Komulainens bezaubernder Kinderfilm VILJA UND DIE RÄUBER ist ein Abenteuer so recht nach dem Geschmack von Kindern. Dank hinreißend schräger Figuren und seines fast schon anarchischen Humors weckt der Film nicht nur bei den kleinen Zuschauern die Abenteuerlust und erinnert an das Vergnügen des Draußenseins in der Natur, an Marshmellows, die über einem Lagerfeuer gebraten werden und an das Vergnügen, mit den bloßen Händen zu essen.

Geschickt konterkariert der Film die Räuberfamilie als Gegenpart zum Spießertum, verschweigt dabei aber auch nicht, dass Kalle, der Sohn der Räuberbergs, sich manchmal nach ein wenig mehr Beständigkeit und Sicherheit in seinem Leben sehnt – und nach einem eigenen Zimmer, das er nicht mit der Familie teilen muss.

Dass der Film überzeugt und streckenweise regelrecht begeistert, liegt aber nicht nur an der kratzbürstig-charmanten Figurenzeichnung und am märchenhaften Erzählton, sondern auch an einer liebevollen Kameraarbeit, die immer wieder versteckte Details hervorhebt und an der temporeichen Musik, die entfernt an den wilden finnischen Polka-Rock'n'Roll der „Leningrad Cowboys“ erinnert.

Ein Kleinod, der in der besten Tradition skandinavischen Kinderfilme steht: Pippi Langstrumpf & Co. lassen grüßen...