Telekommando

Filmplakat: Telekommando

FBW-Pressetext

Stille Helden des Alltags. Keiner kennt sie, jeder verdankt ihnen den reibungslosen Ablauf des Alltags. Volker Henk ist so ein Held. Er arbeitet bei der Stadt und regelt den urbanen Ablauf im Bereich Automation. Ohne ihn würde keine Straßenbahn fahren, keine Ampel umschalten, kein Mensch einen Supermarkt betreten können. Doch Volker Henk will keinen Dank. Er will nur mal zeigen, was er so macht. Der Dieb, der ihn verfolgt, will jedoch wiederum die Universalfernbedienung, um damit die Welt zu regieren. Was ihm auch beinahe gelingt. Der neue Streich von Filmemacher Erik Schmitt zeigt die ganz normale urbane Alltagswelt und lässt sie durch eine einzige Grundidee komplett ins Absurde kippen. Eine skurrile Idee jagt die nächste, dabei kommt man aus dem Lachen und dem Staunen in den fast fünf Minuten gar nicht mehr heraus, so groß ist die Gagdichte, so hoch ist das Tempo. Und Folke Renken als Volker Henk ist der stoisch agierende stille Star, der die Ruhe bewahrt, wo das Chaos überhand nimmt. Eine äußerst gelungene, augenzwinkernde und aberwitzige Ode an die Automatismen unseres Alltags.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie; Kurzfilm
Regie:Erik Schmitt
Darsteller:Folke Renken; Maxim Mehmet; Stephan Müller
Drehbuch:Erik Schmitt
Kamera:Johannes Louis
Schnitt:David Hartmann
Musik:Johannes Repka
Länge:4 Minuten
Produktion: DETAiLFILM GmbH

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Fünf Minuten lang stellt uns Erik Schmitt, verantwortlich für Drehbuch und Regie, einen Mann vor, der eine wichtige Aufgabe in der Stadt Berlin inne hat. Dieser Typ namens Volker Henk arbeitet in seiner unauffälligen Dienstkleidung seit Jahren bei der Stadt Berlin und regelt den urbanen Ablauf im Bereich Automation. Er präsentiert sich selbst dem Zuschauer und demonstriert an Beispielen, was ohne ihn nicht funktionieren würde. Ein guter Cast. Sein wichtigstes Werkzeug ist eine Universalfernbedienung. Mit ihr öffnet er die Türen des Supermarkts, der Straßenbahn, kann sogar Bäume entlauben, die sein Kollege aus der Schicht zuvor übersehen hat und so weiter und so fort. Das wird pointiert erzählt. Man schmunzelt oder lacht laut und wartet auf den nächsten Gag.
Doch dann geschieht etwas "Schreckliches": Jemand stiehlt dem so korrekten, der Stadt und ihren Bürgern dienenden die Fernbedienung und das Chaos geht los. Mit der wackelnden Handkamera werden rasante Szenen eingefangen, bis schließlich... Am Ende der fünf Minuten ist tatsächlich Schluss. Feierabend. Auch dies wird gekonnt gestaltet.
Erik Schmitt gelingt eine kurzweilige, spritzige Komödie. Vielleicht geht der Betrachter aus dem Film mit der Überlegung: 'Schön, dass alles in der großen Stadt so funktioniert und ich mir nicht auch noch darum Sorgen oder Gedanken machen muss.' Die Jury befand: Schön, dass man für das urbane Leben Wichtiges so leicht und fröhlich auf der Leinwand erzählen kann!