Sinn Los

Kurzbeschreibung

Dokumentarische Alltagsbeobachtungen eines taub-blinden jungen Mannes, der als Masseur in einem Krankenhaus arbeitet und weitgehend selbständig lebt.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Kategorie:Kurzfilm
Gattung:Dokumentarfilm
Regie:Karin Malwitz
Länge:14 Minuten
Produktion: Bundesbeauftragte für Kultur*, Malwitz, Karin, Frankfurt/Main
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Der vieldeutige Titel des Dokumentarfilms läßt sich interpretieren als "Die Sinne los", oder "Ohne Sinne", oder aber "Ist dieses Leben sinnvoll?"; auf jeden Fall verweist er auf die hohe Qualität dieses Films. Das Leben von Helge, einem blinden und tauben Masseur, begleitet der Film ohne Worte, nur auf die Bilder vertrauend. Er vermeidet es, Mitleid zu erregen, was für dieses ausgefüllte Leben auch völlig fehl am Platz wäre. Die Regie versteht es, mit Hilfe von ausgewählten Situationen, den häuslichen Alltag, die Arbeit und die Freizeit beeindruckend zu dokumentieren. Ohne Erklärung für die Zuschauer wird mit Hilfe der sorgfältigen Kamera von dieser Mehrfachbehinderung erzählt und von einem Mann, der offenbar gut mit diesem Leben zurechtkommt. Der Bewertungsausschuß zeigt sich beeindruckt von diesem Film, der rundum gelungen ein selten gewähltes Thema auf einfühlsame Weise behandelt.