Schatten der Zeit

Kinostart: 12.05.05
2004
Filmplakat: Schatten der Zeit

FBW-Pressetext

Bildgewaltige, tragische Liebesgeschichte aus der indischen Kolonialzeit. Sichtbar aufwendig und perfekt in Szene gesetzt (Regie, Kamera), besticht der Film vor allem durch das fremdländische Milieu, das Atmosphärische und die Konzentration auf Gesichter und Gesten.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Melodram
Regie:Florian Gallenberger
Darsteller:Prashanth Narayanan; Tannishtha Chatterjee; Tillotama Shome
Drehbuch:Florian Gallenberger
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:111 Minuten
Kinostart:12.05.2005
Verleih:Constantin Film Verleih GmbH
Produktion: Diana Film GmbH, Fanes Film Produktion; Mondragon Films;
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Der Autor/Regisseur hat sich für seinen ersten langen Spielfilm die Latte hoch gelegt. Ob er seine rekordverdächtige Höhe gemeistert, ob er sie knapp oder doch deutlicher verfehlt hat, darüber gab es im Bewertungssauschuß durchaus unterschiedliche Meinungen. Übereinstimmung herrscht jedenfalls hinsichtlich des Mutes, eine Geschichte fast über ein komplettes Menschenleben hinweg zu erzählen, mit den unvermeidlichen großen Zeitsprüngen dazwischen, dazu in einem Land, das uns so fern wie vertraut erscheint. Der Film widmet sich aber nicht primär sozialen Realitäten in Bengalen. Er nimmt diese nur als Folie, um sich in seinem Verlauf dann immer stärker auf die große Frage zu konzentrieren, warum zwei Menschen, die sich ganz offenkundig lieben, nicht zusammen kommen können: Statt eines Dramas also ein Melodram. Läßt sich der Zuschauer auf den Sog dieser Gattung ein, dann wird er wohl mit großer Sicherheit fortgerissen von einer handwerklich perfekten Produktion, die ihre Stärken in der Bildgestaltung, der souveränern Darstellerführung und in einer insgesamt sehr unaufgeregten Inszenierung besitzt; dann nimmt er auch Chiffren wie die romantischen Fensterblicke oder den beim Scheitern der Liebe unausweichlich einsetzenden Regen gerne in Kauf.

Über die Musik teilten sich die Meinungen. Damit ist es wie mit dem ganzen Film, der nach dem Prinzip der Schwelle funktioniert: Erst wenn ein Haus betreten ist, kann man sich genüßlich durch alle Zimmer führen lassen.