Save the last Dance

Kinostart: 22.03.01
2000
Filmplakat: Save the last Dance

FBW-Pressetext

In authentischem Milieu (Schwarzen-Ghetto / Chicago) angesiedeltes, sorgfältig gestaltetes Drama, das von den Gegensätzen zwischen Hip-Hop-Tanz und Ballett und zwischen Weißen und Schwarzen handelt.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama; Musikfilm
Regie:Thomas Carter
Darsteller:Julia Stiles; Sean Patrick Thomas; Kerry Washington
Drehbuch:Duane Adler; Cheryl Edwards
Weblinks:filmsortiment.de; ;
Länge:113 Minuten
Kinostart:22.03.2001
Verleih:Universal
Produktion: Paramount Pictures, Inc.
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

„West Side Story“ und „Romeo und Julia“ lassen grüßen: nach Meinung des Ausschusses aber nicht klischeehaft, sondern mit durchaus reizvollen Zitaten.

Interessant ist der Wechsel des sonst üblichen Blickfeldes. Die junge Weiße Sara ist Außenseiterin in einer Schule mit fast ausschließlich Schwarzen. Die Beziehung zu einem jungen Mann verschafft ihr nicht nur den Zugang zu der Welt des Hip-Hop, sondern auch zur Bewältigung ihres Schmerzes über den Verlust der Mutter und zum Neubeginn in ihrem Traumberuf als Ballett-Tänzerin. Schön ist der Kontrast zwischen der Welt des Hip-Hop und des Balletts, wenngleich Julia Stiles zwar passend zur Rolle, aber weniger glaubhaft als Tänzerin zu sehen ist. Schwarz-Weiß ist nicht nur der Kontrast im Film, sondern auch die Erkenntnis für Sara, daß die Sicht der Weißen auf die Welt nicht identisch sein muß mit der der Schwarzen, daß diese nach wie vor im Ghetto leben, im New Yorker Harlem oder - wie hier - in Chicago.

Dies ist in erster Linie aber auch ein Musikfilm, der eindrucksvoll zeigt, wie Mut und Kraft aus der Musik strömen. Das fast schon traditionelle Einbringen amerikanischer Tugenden, hier: du mußt nur an Dich glauben, dann wirst Du es schon schaffen, wirkt aber dennoch nicht pädagogisch aufgesetzt.

Der Film besticht durch eine gute Kamera und einen hervorragenden Schnitt, vor allem bei den Tanzszenen. Julia Stiles spielt überzeugend und zeigt eine glaubhafte Entwicklung, realistisch ist ihr Umgang mit dem Tod der Mutter. Sean Patrick Thomas an ihrer Seite steht ihr in nichts nach.