One Hour Photo

Kinostart: 19.09.02
2002
Filmplakat: One Hour Photo

FBW-Pressetext

Robin Williams brilliert in der abgründigen Charakterstudie eines einsamen Fotolaboranten, der mit Bildern Macht über Menschen zu erzwingen versucht.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Thriller
Regie:Mark Romanek
Darsteller:Robin Williams; Connie Nielsen; Michael Vartan
Drehbuch:Mark Romanek
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:96 Minuten
Kinostart:19.09.2002
Verleih:Fox
Produktion: Fox Searchlight Pictures, Catch 23 Pictures;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Als „guter Onkel“ in eine Bilderbuchfamilie hinein fantasiert sich Robin Williams. Wie auf der Windschutzscheibe seines Autos geht auch durch die Welt des Fotolaboranten Sy ein Riss, und der vergrößert sich stetig. Dramaturgisch geschickt gesetzt ist der Anfang mit dem Polizeiverhör, das steigert den Suspense beträchtlich. Die Erwartungshaltung der Zuschauer wird so selbst zum Thema in diesem Film über die Macht der Bilder, die man sich so macht.

Robin Williams zeigt eine traurig-schaurige Studie als graue Maus, als spießiger Moralhüter und Ritter von der traurigen Gestalt, der die bunte Kitschwelt der Familienfotos für bare Münze nimmt. Steril wie sein Arbeitsplatz Supermarkt sind diese Wunschfantasien. Viele der Filmbilder und Filmräume lassen frösteln. Die Ästhetik des Films ist wohldurchdacht und stimmig. Die Figuren sind stringent angelegt, es gibt dramaturgisch überraschende Wendungen und als Charakterstudie überzeugt der Film. Manche aufgeregte Parallelmontage, manche groben Effekte oder die überdeutliche Musikdramaturgie würden jedoch auch dezenter eingesetzt noch ihre Wirkung entfalten.