Männerpension

Kinostart: 01.02.96
1995
Filmplakat: Männerpension

Kurzbeschreibung

Gefängnisdirektor verwirklicht sein neues Resozialisierungsprogramm: Sozial engagierte Frauen sollen ausgewählte Knastis eine Woche lang in Freiheit betreuen.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Kategorie:Spielfilm
Gattung:Komödie
Regie:Detlev Buck
Darsteller:Til Schweiger; Marie Bäumer; Heike Makatsch; Detlev Buck; Gideon Singer
Kamera:Slawomir Idziak
Schnitt:Peter Adam
Musik:Detlef Petersen
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:94 Minuten
Kinostart:01.02.1996
Verleih:Delphi
Produktion: Bundesbeauftragte für Kultur*, Boje Buck Produktion; WDR;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

"Haben die Frauen erst mal einen Fuß in der Tür, ist die Sicherheit weg." Mit dieser resignierten Feststellung führt der Assistent des Gefängnisdirektors dessen hochgreifende Bemühungen um die Resozialisierung seiner Insassen ad absurdum. Der junge Direktor, eben weil er jung ist, kommt auf die Idee, Frauen zu finden, die freiwillig ins Gefängnis gehen, um für sie ausgewählte Gesprächspartner zwecks weiterer Verwendung zu begutachten. Daß dies schief gehen muß, jedenfalls zu unvorhersehbaren Komplikationen führt, versucht Detlev Buck augenzwinkernd zu beweisen, indem er den Kasus in allen seinen möglichen Variationen durchspielt und dem Vergnügen des Kinopublikums anheim gibt.

Nach seinen ersten Spielfilmen, die ihn als begabten Erneuerer und Anreger der deutschen Kinolandschaft auswiesen, hat er mit "Männerpension" eine überraschend ausgefallene Episode seines vielseitigen Ideen-Repertoires aufgegriffen. Mit Erfolg, denn es ist ausschließlich Positives zu registrieren: Die Auswahl der Darsteller, die bis ins Mienenspiel hinein vollendete Leistungen erbringen, die turbulente Kamera, der temporeiche Schnitt, dem auch die Musik ihre Ausdrucksweise glücklich anpaßt. Scherz, Satire, Spott und freche Karikierung von Typen und Situationen, wann immer sie sich anbieten, bestimmen Stil und Atmosphäre des Geschehens. Daß in ihm auch mit Waffen hantiert wird, aus denen sich Schüsse lösen, denen u.a. ein schmieriger Barbesitzer zum Opfer fällt, stört kaum die gute Stimmung. So ist das bei Detlev Buck: Wer von ihm nicht nur neuen Spaß und schräge Komik, sondern ebenso ein Quäntchen schmunzelnder Lebensweisheit erwartet, muß auch einen kleinen Unfall in Kauf nehmen.