Lehrfilm über die Rekonstruktion von Stasiakten

Kurzbeschreibung

Mühselige, tägliche Arbeit von Mitarbeitern der "Gauck"-Behörde, die aus Säcken mit Papierschnitzeln lesbare Seiten aus Stasiakten zu rekonstruieren versuchen.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm; Kurzfilm
Regie:Anke Limprecht
Drehbuch:Anke Limprecht
Länge:12 Minuten
Verleih:KHM
Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln, Anke Limprecht;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Erst ein winziger Bruchteil der in Berlin sichergestellten 17 000 Säcke voller zerrissener Stasiakten ist bisher aufgearbeitet, die Rekonstruktion eine mühselige Puzzlearbeit. Zwei Personen, ein Mann und eine Frau, werden bei dieser Sisyphusarbeit gezeigt. Jeder von ihnen arbeitet mit einer eigenen Technik, so bietet der Film auch Einblick in ein Handwerk, porträtiert einen ungewöhnlichen Arbeitsplatz. Künstlerisch aufregend ist, wie der in seiner Länge und in seinen Mitteln absolut ökonomische Kurzdokumentarfilm "erzählt". Ganz ohne Kommentar und Erklärungen kommt er aus. Er läßt viel Raum zur Beobachtung, läßt viele Fragen entstehen und vielfältige Assoziationen zu. Er vertraut auf seine Bilder, er belehrt nicht. Ein "Lehrfilm" ist er nur insofern, als er mit seiner filmischen Methode rundum überzeugt und beeindruckt.