Ladykillers

Kinostart: 27.05.04
2004
Filmplakat: Ladykillers

FBW-Pressetext

In die US-Südstaaten verlegtes Remake des schwarzhumorigen englischen Klassikers: barock und "altmodisch" anmutende Moritat mit ganz eigener Atmosphäre, viel Liebe zum Detail, prächtigen Darstellern und subtiler Ironie.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie; Kriminalfilm
Regie:Joel Coen; Ethan Coen
Darsteller:Irma P. Hall; Tom Hanks; Tzi Ma; J.K. Simmons; Marlon Wayans
Drehbuch:Joel Coen; Ethan Coen
Buchvorlage:William Rose
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:104 Minuten
Kinostart:27.05.2004
Verleih:Buena Vista Filmverleih
Produktion: Touchstone Pictures, Touchstone Pictures; Mike Zoss Productions;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Alexander Mackendricks legendäre „Ladykillers“ aus dem Jahre 1955 mit dem unvergessenen Sir Alec Guinness in der Hauptrolle bildete die Vorlage für diese gelungene Neuverfilmung der Coen-Brothers. Ihnen gelang ein sehr eigenständiges Remake, das nicht kopiert, sondern die trefflichsten Gags genußvoll zitiert.
War das Original noch „very british“ in Atmosphäre, Sprache und rabenschwarzem Witz, so verlegten die Coens den Film in das Mündungsgebiet des Mississippi, machten aus Lady Munson eine schwarze Mama, die in ein religiös geprägtes und Gospel-singendes Umfeld eingebunden ist.
Aus dem mehr gentlemanliken Gangsterquintett des Originals wurde eine bunte Mischung aus skurrilen und teilweise bewußt etwas überzeichneten Kleingaunern, denen der große Coup zwar gelingt, nach der gescheiterten „Beseitigung“ der alten Dame, die ihnen auf die Schliche gekommen ist, dann aber allesamt selbst „auf der Müllhalde“ landen.
Gelungen ist die Auswahl der Darsteller des Gangsterquintetts und trefflich ihr Spiel, an ihrer Spitze Tom Hanks mit einer „Oscar“-reifen Leistung . Aber auch Irma P. Hall als schwarze Mama läuft zur Höchstform auf.
Ein perfektes Drehbuch garantierte die gelungene Einführung der Protagonisten, sorgte für den nötigen Wortwitz mit verbalen Spitzenleistungen von Tom Hanks und für eine Fülle von Gags, die nicht slapstickhaft aufgesetzt wirken, sondern mit überlegten bildlichen Hinweisen sorgfältig vorbereitet werden. Die gelungene Ausstattung und die brillante Kamera runden den mit stimmigem Rhythmus montierten Film zu einem beachtlichen Kinovergnügen.