Kleinruppin forever

Kinostart: 09.09.04
2003
Filmplakat: Kleinruppin forever

FBW-Pressetext

Unfreiwilliger Rollentausch zwischen Zwillingen, Kameradschaft und große Liebe bilden den Stoff für einen (märchenhaften) Jugendfilm, der (nostalgisch) deutsch-deutsche Geschichte (1985) aufzuarbeiten versucht.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie
Regie:Carsten Fiebeler
Darsteller:Michael Gwisdek; Tobias Schenke; Anna Brüggemann
Drehbuch:Peer Klehmet; Sebastian Wehlings; Alexander Kühne
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:103 Minuten
Kinostart:09.09.2004
Verleih:Senator
Produktion: Akkord Film Produktion GmbH, Seven Pictures Film;
FSK:6
Förderer:Nordmedia

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Ein junges Paar im Wartburg, ein alltäglicher Streit um weibliches Fahrvermögen, Fahrerwechsel im Zorn, und mit dem Bleifuß losgefahren – „Liebling, wir haben die Kinder vergessen!“ – Bumms, aus.
Willkommen in einer Komödie um getrennte Zwillingswaisen, die zu allem Überfluß auch noch in getrennten politischen Systemen aufwachsen. So eindimensional und kalt die Darstellung des Westens geraten ist, um so bemühter ist die detailreiche Darstellung einer vielschichtigen DDR-Gesellschaft, die doch eigentlich gar nicht so unterdrückt war, wenn man nicht auf den Mund gefallen war. Es gibt sie also, die Liebe auf den ersten Blick, und wenn wir ganz tief in uns hören, dann verstehen wir, daß wir wahres Glück nur dort finden, wo wir lieben und bei freier Willensentscheidung auch dahin zurückkehren, wo wir wirklich hingehören. Eine von einigen Ausschußmitgliedern stark kritisierte Botschaft.
Trotz handwerklicher Mängel, holpriger Anschlüsse und dem völligen Fehlen einer Zeiteben, haben Teile des Ausschusses das märchenhaft-komödiantische dieser traumartigen Nostalgiegeschichte goutiert. Positiv fiel neben Martin Gwisdek die Darstellerin der jungen Jana (Anna Brüggemann) durch ihr facettenreiches Spiel auf, das - im Gegensatz zur Anlage ihrer Rolle - durchgängig glaubhaft war. Außerdem wurde der musikalische Score gelobt, der besonders in den PANZER-BAND-Szenen auch visuell gelungen umgesetzt wird.