Gladiator

Kinostart: 25.05.00
1999
Filmplakat: Gladiator

Kurzbeschreibung

Kurz vor seinem Tod bestimmt der römische Kaiser den gefeierten Maximus zu seinem Nachfolger, was der verweichlichte und untaugliche Thronfolger mit skrupelloser Machtgier zu verhindern versucht.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Geschichtsfilm; Actionfilm; Abenteuerfilm
Regie:Ridley Scott
Darsteller:Russell Crowe; Connie Nielsen; Joaquin Phoenix
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:155 Minuten
Kinostart:25.05.2000
Verleih:Universal
Produktion: Universal Pictures, Inc., Universal Pictures; Dreamworks SKG;
FSK:16

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Der Monumental- oder Sandalen-Film der 50er und frühen 60er
Jahre, der durch seine quantitative Stärke einen nicht
unerheblichen Teil des damaligen Kinoangebotes ausmachte, brachte
nur wenige Werke (wie z.B. "Ben Hur" oder "Cleopatra") hervor,
die Filmgeschichte machten. Mit diesen kann sich aber - und dies
erstmals wieder nach so langer Zeit - Ridley Scotts monumentaler
Blick auf die Geschichte des Römischen Reiches durchaus messen.
Dank der digitalen Computer- und Kameratechnik ist die Wirkung
sicher noch eindrucksvoller. Daß das Drehbuch über besondere
Qualitäten verfügt, beweist das für den Zuschauer nicht
nachlassende Interesse bei einer Filmlänge von mehr als 2 1/2
Stunden. Der Spannungsbogen ist perfekt. Eine nicht gerade
geringe Zahl von Szenen verfügt über eindrucksvolle Dialoge
(Aurelius und Maximus - Maximus und die Cäsarentochter - zwischen
den Gladiatoren - oder Commodus und Proximo) sowie einen
brillanten Monolog von Commodus.

Die Besetzung ist mit Russel Crowe in der Rolle des Maximus
hervorragend, dies gilt auch für Joaquin Phoenix als Cäsar
Commodus, und ein Genuß ist das Spiel der Darsteller-Ikonen
Oliver Reed und Richard Harris.

Kamera, Licht und Montage sind auf hohem Niveau und liefern
Bilder von elementarer Wucht (Schlacht gegen die Germanen,
Kolosseum Rom) auch dank einer perfekten Digitaltechnik.
Hans Zimmers Musik ist außergewöhnlich stimmig, erliegt aber
gegen Filmende dem traditionellen Hollywood-Pathos.
Ridley Scott inszenierte traumhaft sicher und mit großem Atem
dieses archaische Geschichtsbild voller Spannung und Emotionen.