Die Unberührbare

Kinostart: 20.04.00
1999
Filmplakat: Die Unberührbare

Kurzbeschreibung

Porträt einer ehemals erfolgreichen Schriftstellerin und linken Intellektuellen, die an ihren Selbstzweifeln und ihrer Weltfremdheit zerbricht und den Freitod wählt.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama
Regie:Oskar Roehler
Darsteller:Hannelore Elsner; Vadim Glowna; Jasmin Tabatabai
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:110 Minuten
Kinostart:20.04.2000
Verleih:Advanced Film
Produktion: Distant Dreams Filmproduktion GmbH, Distant Dreams; Zweites Deutsches Fernsehen;
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Mit außergewöhnlicher Intensität werden von Hannelore Elsner die
letzten Tage einer depressiven und drogensüchtigen
Schriftstellerin dargestellt, die in den 60er Jahren sehr
erfolgreich war. Auf ihre zunehmende Verzweiflung und ihre
sinnlosen Taten fokussiert sich der Film. Immer wieder gerät sie
in stimmungsvoll dargestellte Lebensmilieus, in die sie sich
nicht mehr eingliedern kann. Von Station zu Station begegnet sie
Menschen, von denen sie sich Hilfe erhofft, die sie aber nicht
wirklich berühren und auffangen können.

Den hervorragenden Darstellern gelingt es, auch in kurzen
Auftritten zu brillieren, vor allem Vadim Glowna als Exehemann
beeindruckt durch sein intensives Spiel. Obwohl so viele Aspekte
ihres Scheiterns, ihrer Einsamkeit und ihrer Armut gezeigt
werden, bleibt der Grund für ihre Verzweiflung und
Liebesunfähigkeit letztlich ungeklärt.

Trotz der gelungenen einzelnen Episoden stellt sich in der Folge
der Fluchtpunkte für die Mehrheit der Ausschußmitglieder
Langatmigkeit ein. Der kontinuierliche Niedergang wird durch eine
einfühlsame Kamera begleitet, die Hannelore Elsner immer im Blick
behält, sie häßlich und schön zeigt, ohne sich zu distanzieren,
und die sowohl in der Gestaltung der langen Einstellungen als
auch in der beeindruckenden Schwarz-weiß-Fotografie immer wieder
überrascht.