Der bayerische Rebell

Kinostart: 15.04.04
2003
Filmplakat: Der bayerische Rebell

FBW-Pressetext

Aus Konzertmitschnitten, Interviews und alltäglichen Beobachtungen komponiertes, dichtes Porträt des kautzigen und volkstümlichen bayerischen Liedermachers Hans Söllner, der der Obrigkeit im Freistaat ein Dorn im Auge ist.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm; Biopic
Regie:Andy Stiglmayr
Drehbuch:Andy Stiglmayr
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:95 Minuten
Kinostart:15.04.2004
Verleih:Neue Visionen
Produktion: Stiglmayr, Andreas, Filmproduktion
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Hans Söllner ist ein bayerisches Unikum, ein Liedermacher, der ständig gegen den Stachel löckt. Vor allem aber kämpft er gegen den bayerischen Innenminister Beckstein, dessen Methoden er strikt ablehnt, und er setzt sich für die Legalisierung von Marihuana ein. Diese Droge hält Söllner für harmlos im Vergleich mit anderen Rauschmitteln und sogar für bewußtseins- und gesundheitsfördernd. Dies hat ihm in den vergangenen Jahren mehrfach in Konflikt mit dem Gesetz, bzw. mit der bayerischen Gerichtsbarkeit gebracht.

Um den Musiker und den Rebellen Söllner geht es auch in dem Film, um einen Mann, der durchaus nachdenklich erscheint und sich in seinen erfolgreichen Konzerten als Satiriker, Rebell und als Spezialist für Raggae und Rasta erweist. Das musikalische Porträt dieses widerborstigen Mannes, dem es gelingt, durch seine Musik Brücken zur Jugend und zu deren Eltern - eher Söllners Generation - zu bauen, ist eine recht gelungene Mischung aus Konzertaufnahmen, Interviewteilen, Gerichtsszenen und Beobachtungen aus den Kulissen heraus auf diesen Mann.

Es gibt dabei allerdings einige Längen, die den Bewertungsausschuß trotz aller positiver Beurteilung des Films als der großenteils gelungene Versuch, einen sympathischen Einzelgänger und originellen Liedermacher zu „entdecken“, bewogen hat, das höchste Prädikat nicht zu vergeben.