Constantine

Kinostart: 17.02.05
2004
Filmplakat: Constantine

FBW-Pressetext

Wer noch nicht weiß, daß L.A. mitten zwischen Himmel und Hölle liegt, sollte sich diese coole Verfilmung eines Kultcomics nicht entgehen lassen. Action, Special-Effects, Horror und temporeiche Spannung gibts sozusagen gratis.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Mystery
Regie:Francis Lawrence
Darsteller:Rachel Weisz; Keanu Reeves; Shia La Beouf
Drehbuch:Kevin Brodbin; Frank Cappello
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:121 Minuten
Kinostart:17.02.2005
Verleih:Warner
Produktion: Warner Bros. Pictures, Village Roadshow Pictures;
FSK:16

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Keanu Reeves als Höllengänger John Constantine ist eine verlorene Seele, die sich nur durch ein unvorstellbar großes Opfer aus ihrem verdammten Erdendasein befreien könnte. Die Hölle hat für den wiedergekehrten Selbstmörder keine richtigen Schrecken mehr, der Teufel ist ihm ein fairer Geschäftspartner. Der Himmel kann warten, das Böse hat nur einen milden Schrecken. Los Angeles, so heruntergekommen wie der Film es konsequent in Szene setzt, ist das Zwischenreich, das Fegefeuer.
Und das ist ein Hauptproblem des überlegt gestylten okkulten Fantasy-Thrillers: Der Held ist cool, zu cool, zu unbeteiligt, um richtig mitzureißen. Der erste Exorzismus überrascht noch und auch das erste Wasserbad, ebenso der erste Fliegenschwarm-Dämon und die ersten Höllenbilder in ihrer mittelalterlichen Ästhetik. Die Spezialeffekte halten aber oft nicht mit den psychologischen Dimensionen mit und wirken dann illustrativ. Die Unverwundbarkeit des Helden und seine nur milde Verzweiflung bringen die Zuschauer zusehends auf Distanz. Alles ist möglich, längst nicht alles ist zwingend, in diesem Freiraum operiert das wilde Geschehen in geübten Genremustern. Das ergibt eine respektable und gelegentlich witzig-ironische Comicverfilmung, transzendiert jedoch das Genre nicht.