Antz

Kinostart: 05.11.98
1998
Filmplakat: Antz

Kurzbeschreibung

Die Arbeiterameise Z triumphiert über die Allmacht und Konformität eines perfekt durchorganisierten Ameisenstaates.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Komödie; Abenteuerfilm
Regie:Tim Johnson; Eric Darnell
Darsteller:Anne Bancroft; Woody Allen; Dan Aykroyd
Drehbuch:Chris Weitz; Todd Alcott
Schnitt:Stan Webb
Musik:Harry Gregson-Williams; John Powell
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:82 Minuten
Kinostart:05.11.1998
Verleih:Universal
Produktion: DreamWorks SKG, Dreamworks SKG;
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Meisterlich gelingt es diesem perfekt gestalteten Animationsfilm,
eines der großen Themen des 20. Jahrhunderts - Individualität
contra Masse - in eine spannende Erzählung zu übertragen und
zugleich ein Stück westlicher Kulturgeschichte zu vermitteln. Die
sympathische Ameise Z tanzt innerhalb ihres Staates aus der
Reihe. Doch bis es so weit ist, muß in zitatreichen Situationen
ihre Depression ausgeräumt werden und der Befreiungsgedanke Raum
erhalten.

Die raffinierten Kamerafahrten und die fantasiereich stilisierten
Figuren führen in eine Welt, in der Unterordnung normal erscheint
und die erst durch Z in Aufruhr gerät.
Eine Heroisierung oder die oftmals genreübliche Süßlichkeit wird
vermieden. Unmerklich fügen sich Tanz- und Musiknummern in das
spannende Geschehen ein; das Land der Sehnsucht Insektopia ist
ein Stückchen Zivilisations-Müll, und die Geliebte will zunächst
gar nicht gerettet werden.

Mit leichter Hand und einer gewissen Ironie werden Stationen auf
dem Weg zur Befreiung und Errettung der Ameisenkolonie
dargestellt. Dabei überrascht immer wieder die hervorragende
technische Gestaltung (Computeranimation), wie z.B. der Biß in
die Folie, oder die Gefangenschaft in der Wasserblase. Am Schluß
sind die Ameisen befreit, der Blick der Kamera wendet sich von
diesem Mikrokosmos ab und zeigt die Silhouette der Großstadt New
York. Auch dieser Verweis auf den Parabelcharakter des Films
erscheint wie ein beiläufiges Zitat und setzt zugleich einen
gelungenen Schlußpunkt unter die Geschichte.