16 Blocks

Kinostart: 20.04.06
VÖ-Datum: 06.10.06
2006
Filmplakat: 16 Blocks

FBW-Pressetext

Bruce Willis in einer Glanzrolle als ziemlich abgewrackter Cop. Altmeister Richard Donner, Jahrgang 1930, zeigt mit seinem furiosen New York-Krimi, wie man einen spannenden Verfolgungsfilm auch ohne große Gewaltexzesse, aber mit vielen Überraschungen inszeniert. Ein Fest für die Freunde des Polizei- und Thrillergenres, überraschend und mit einem echten feel-good-Finale.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Kategorie:Spielfilm
Gattung:Thriller; Polizeifilm
Regie:Richard Donner
Darsteller:Bruce Willis; David Morse; Mos Def
Drehbuch:Richard Wenk
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:102 Minuten
Kinostart:20.04.2006
VÖ-Datum:06.10.2006
Verleih:Warner
Produktion: Alcon Entertainment, Millennium Films; Emmett/Furla Films; Cheyenne Enterprises
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Weil er nicht schnell genug aus der Dienststelle verschwindet, wird Jack Mosley, ein New Yorker Polizist, dazu verdammt, doch eben noch schnell einen Häftling zur Vernehmung ins nahegelegene Gericht zu fahren. Nur 16 Blocks weiter, die Verhandlung beginnt um 10 Uhr, rund zwei Stunden Zeit bis dahin. Wäre also kein Problem, wenn der Alkoholiker Mosley nicht dringend einen Schluck Alkohol zu sich nehmen müsste. Damit beginnt die Verfolgungsjagd durch New Yorks dicht bevölkerte Straßen, durch Chinatown und die Bowery, die dem Film seine Atmosphäre und seine Intensität geben.

Während der Gefangene, der kleinkriminelle Tortenbäcker Eddie Bunker, unaufhörlich plappert, muss Jack Mosley nach einem vereitelten Mordversuch an Bunker erkennen, dass der ausgeschaltet werden soll, weil er im Prozess gegen korrupte Polizisten aussagen soll. Die ebenso rasante wie einfallsreiche Jagd in unterschiedlichen Verkehrsmitteln, auch ein Linienbus gehört dazu, wird den Erfordernissen des Actionfilms gerecht. Die Flucht von Bunker und Mosley wird nahezu in Echtzeit gezeigt und lässt dem Zuschauer wenig Zeit zum Durchatmen. Manche wenig glaubwürdige Wendung wird hingenommen, weil die beiden Helden immer mehr an Profil und Sympathie gewinnen.

Als Gegenspieler und Gegensätze agieren sie überzeugend. Der immer gesprächig plappernde, liebenswürdige und ein bisschen naive Bunker und Mosley, der düstere, abgewrackte Cop, nervlich und körperlich am Ende, bilden ein interessantes Paar.

Kintopp vom Feinsten bieten Bruce Willis und Mos Def, besonders Bruce Willis gelingt es, seine Rolle als Charakter zu etablieren. Das schwüle, verschwitzte Halbdunkel der New Yorker Häuserschluchten schafft den passenden Rahmen. Die Inszenierung bietet einige großartige Szenen, dennoch wirkt die Unlogik, die dem Verlauf der Geschichte an einigen Stellen anhaftet, zu einschränkend, um über das Prädikat „wertvoll“ hinauszukommen, so sah es die FBW-Jury.