Wasser für die Elefanten

Kinostart: 28.04.11
2011
Filmplakat: Wasser für die Elefanten

FBW-Pressetext

USA zur Zeit der Großen Depression. Nach dem Unfalltod seiner Eltern schließt sich der junge Tiermediziner Jacob einem Zirkus an. Dort verliebt er sich in die Artistin Marlena, die seine Gefühle bald erwidert. Doch Marlena ist die Frau des sadistischen, jähzornigen Zirkusdirektors August Rosenbluth, an dessen übermächtiger Dominanz die junge Liebe zu scheitern droht – ein gefährlicher Balance-Akt beginnt. Nach dem gleichnamigen Bestseller von Sara Gruen porträtiert Regisseur Francis Lawrence das Zirkusmilieu im historischen Kontext und inszeniert auf dieser Folie die Geschichte einer unsterblichen Liebe. Eine bildgewaltige Umsetzung, ein facettenreicher Blick hinter die Fassaden der Illusionsmaschinerie Zirkus und auf die Menschen darin. Die Raubkatzen gleiche Unberechenbarkeit des Antagonisten August (kongenial verkörpert von Christoph Waltz), Reese Witherspoon als die Frau, die den einen liebt und den anderen fürchtet, und eine reife darstellerische Leistung des Twilight-Stars Robert Pattinson machen WASSER FÜR DIE ELEFANTEN zu einem Melodram, dass sich mit Genregrößen wie TITANIC messen kann. Ein ausbalancierter, dramatischer und hochemotionaler Film voller Magie!

Filminfos

Gattung:Drama; Spielfilm
Regie:Francis Lawrence
Darsteller:Reese Witherspoon; Robert Pattinson; Christoph Waltz; Hal Holbrook; James Frain; Paul Schneider; Ken Foree
Drehbuch:Richard LaGravenese
Buchvorlage:Sara Gruen
Kamera:Rodrigo Prieto
Schnitt:Alan Edward Bell
Musik:James Newton Howard
Webseite:wasserfuerdieelefanten-derfilm.de;
Länge:121 Minuten
Kinostart:28.04.2011
Verleih:Fox
Produktion: Fox 2000 Pictures, Flashpoint Entertainment; Twentieth Century Fox Film Corporation;
FSK:12

Trailer_starten

Trailer wird nach Kilck nicht abgespielt?
Hier geht es zum Download des aktuellen Quicktime-Players.

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Die FBW-Jury hat dem Film das Prädikat besonders wertvoll erteilt.

Zirkus als eine Welt der Illusionen, und damit eng verwandt mit dem Kino, ist schon häufiger Thema von Filmen gewesen. In diesem Fall aber wird das Schlaglicht auf eine besondere Ära in der Geschichte des Zirkus gerichtet: Auf Amerika während der großen Wirtschaftskrise um 1930, in deren Sog auch viele Zirkusse gerieten und untergingen. Es war eine Zeit existenzieller Kämpfe unter den Rivalen um die wenigen noch verbliebenen Manegen. Sara Gruens Roman, auf dem die Verfilmung von Francis Lawrence basiert, zeigt diese magische Welt im Umbruch und blickt hinter die Kulisse des schönen Scheins von Artisten und Clowns, Dompteuren und Kunstreiterinnen. Vor allem Robert Pattinson und Christoph Waltz als sadistischer Zirkusdirektor stechen unter den großartigen Darstellern hervor. Die dichte Atmosphäre und die bis ins kleinste Detail stimmige Ausstattung werden durch die perfekte Kameraführung widergespiegelt. James Howard Newtons Musik, die durch zeitgenössische Songs ergänzt wird, verbindet sich mit der dramatischen Geschichte einer großen Liebe. Die von Gewalt geprägte Scheinwelt ist somit auch Spiegelbild der politischen und sozialen Strukturen. Vor allem die Elefantendame Rosie, die wie die männliche Hauptfigur Jacob polnisch „spricht“ und fast wie sein Alter Ego in der Tierwelt erscheint, vermag im Zuschauer große Emotionen zu wecken. Das Schicksal von Rosie und Jacob, die beide vom Zirkusdirektor bedroht werden, ist der eigentliche Dreh- und Angelpunkt der spannenden Geschichte um Liebe, Eifersucht, Verrat und Freundschaft. Das ist großes Kino und zudem eine vollauf gelungene Literaturverfilmung.