War'n Sie schon mal in mich verliebt?

Kinostart: 12.01.06
2005
Filmplakat: War'n Sie schon mal in mich verliebt?

FBW-Pressetext

Ein faszinierender Dokumentarfilm mit viel Herz und Einfühlungsvermögen über Max Hansen, einen längst vergessenen Filmstar, Komödianten und Unterhaltungskünstler der Weimarer Zeit. Dem kurzweiligen Film des Regisseur Douglas Wolfsperger gelingt das Kunststück, amüsant und lehrreich zu sein. Die Titelmusik von „Haindling“ hat das Zeug zum Ohrwurm.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Kategorie:Arthouse
Gattung:Dokumentarfilm
Regie:Douglas Wolfsperger
Drehbuch:Douglas Wolfsperger
Weblinks:filmsortiment.de; n-Sie-schon-mal-in-mich-verliebt?.html;
Länge:93 Minuten
Kinostart:12.01.2006
Verleih:GMfilms
Produktion: Icon Film, WDR; ORF; Epofilm
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Schon mit seinen Filmen „Bellaria“ und „Die Blutritter“ hat Regisseur Douglas Wolfsperger unter Beweis gestellt, dass er es vermag, mit viel Herz und Einfühlungsvermögen Menschen zu beobachten. Seine feine Ironie dabei ist nie verletzend. Und groß ist sein Geschick im Aufspüren und in der Auswahl seiner Zeitzeugen, deren lebendige Erzählweise den reichen Schatz an dokumentarischem Material geschickt belegen oder ergänzen.
So hat auch das Porträt über Max Hansen, den vergessenen großen Komödianten, Kabarettisten und sangesfreudigen Filmstar der Weimarer Republik, den typischen Charme Wolfspergerscher Filme.
Ehrliche, manchmal berührende Aussagen der Zeitzeugen und Kinder Hansens belegt Wolfsperger mit unbekanntem und gut gewähltem Archivmaterial, das nicht nur viel über den Menschen und Künstler Hansen wiederspiegelt, sondern auch viel an Zeitgefühl vermittelt.
Max Hansen war ein Publikumsliebling, dessen Persönlichkeit voller Charme und Ausstrahlung der Faszination großer Bühnenstars von heute gut vergleichbar ist.
Hansen spielte mit „seinem“ Publíkum auf geniale Weise, vermittelte Lebensweisheiten und strahlte intelligenten Witz aus.
So bietet dieser warmherzige und überaus interessante Film nicht nur die verdienstvolle Wiederentdeckung eines großen Künstlers, er ist auch ein trefflich montiertes Zeitdokument, atmosphärisch schön, lehrreich und amüsant zugleich.