Tod in Rom. August von Goethe

Filmplakat: Tod in Rom. August von Goethe

FBW-Pressetext

August von Goethe, der Sohn Johann Wolfang von Goethes, reist im April 1830 nach Rom. Ein Sehnsuchtsort, an dem der 40-Jährige, der zeitlebens im Schatten seines berühmten Dichtervaters stand, zur Ruhe kommen wollte. Doch nur wenige Monate später ist August von Goethe tot. Gestorben aufgrund einer Hirnhautentzündung, zur letzten Ruhe gebettet auf dem Friedhof bei der Cestius Pyramide in der italienischen Stadt. In dem kurzen Essayfilm TOD IN ROM setzen der Regisseur Peter Goedel und der Autor Peter Nau dem Sohn Goethes ein filmisches Denkmal. Während auf der Bildebene Bilder und Zeichnungen von damals und heute zu sehen sind und die Kamerabilder langsam über den Friedhof zu schweben scheinen, ist auf der Tonebene das Schicksal von August von Goethe geschildert, ruhig erzählt von Hanns Zischler und ergänzt von Johann Wolfgang von Goethes 7. Römischer Elegie, die von Susanne Röckel vorgetragen wird. Der Film erzeugt eine fast meditative, elegische Stimmung, die zwischen Schicksalsschwere und der Realität entrückter Leichtigkeit faszinierende Eindrücke schafft. TOD IN ROM ist ein respekt- und kunstvolles Essay über ein viel zu kurzes Leben.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Kurzfilm; Essayfilm
Regie:Peter Goedel
Drehbuch:Peter Nau
Buchvorlage:Stephan Oswald
Kamera:Hans Albrecht Lusznat
Schnitt:Barbara von Weitershausen
Musik:Felix Mendelsohn-Bartholdy; Heinrich Schütz
Webseite:goedelfilm.de;
Länge:7 Minuten
Produktion: Peter Goedel Filmproduktion

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Johann Wolfgang von Goethe hatte seine besondere Liebe zu Rom in seinen „Römischen Elegien“ 1790 eindringlich beschrieben. Goethes Sohn August teilte die Sehnsucht seines Vaters und reiste nach Rom im Jahre 1830, wo er aber schon Tage später mit nur 40 Jahren starb. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof bei der Cestius Pyramide, die sein Vater bereits 1788 auf verklärende Weise selbst zeichnete und wo er in seinen Elegien diese Stelle selbst als letzte Ruhestätte ersehnte. Wir erleben in diesem kurzen Film den Schauspieler Hanns Zischler als Erzähler. Er berichtet über die Reise von August von Goethe nach Rom, die Umstände über seinen überraschenden Tod, unterlegt mit Bildern und Zeichnungen von damals und von heute. Von Susanne Röckel hören wir Goethes 7.Römische Elegie. Insgesamt ein schönes Filmessay, das vom Zuschauer und Zuhörer einige Vorbildung verlangt. Andererseits bringt der Film Goethes Sohn August in das Bewusstsein der kulturellen Öffentlichkeit zurück, was auch ein Verdienst ist.

In Abwägung aller Argumente vergibt die Jury gerne das Prädikat BESONDERS WERTVOLL.