The Purloined Letter - Der entwendete Brief

Jurybegründung

Edgar Allen Poe zu erzählen und im gleichen Atemzug aus der Erzählung einen Film zu machen, wie er filmischer kaum gedacht werden könnte, das ist nach Meinung des Bewertungsausschusses hier verblüffend gut gelungen. Ein nahezu übermütiges Spiel mit Bildern und Visionen, mit Stumm- und Tonfilm, mit Zwischentiteln und Großaufnahmen, in englischer, deutscher und französischer Sprache und mit lateinischen Texten, angesiedelt in einer Ausstattung voller befremdender Dekors, Kulissen, Fotos, dazu mit einer expressionistischen Lichtsetzung - aus diesem verwirrenden, souverän gehandhabten stilistischen Allerlei ist dennoch ein einheitlich strukturierter Film geworden, der seine spielerischen Leichtigkeit und beiläufige Spannung durchhält.



Hat der Zuscher sich auf diesen Stil erst eingelassen und den experimentellen Charakter einer Literaturverfilmung akzeptiert, geniest er ein auf hohem intellektuellen Niveau angesiedeltes, optisches und sogar literarisches Vergnügen. Die Regie hat es verstanden auch die Darsteller (teilweise Laien) differenziert und adäquat einzusetzen. Die Musik überzeugt ebenfalls; lediglich eine gewissen Monotonie der Klavierbegleitung im Mittelteil wurde bemängelt.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Edgar Allen Poe zu erzählen und im gleichen Atemzug aus der Erzählung einen Film zu machen, wie er filmischer kaum gedacht werden könnte, das ist nach Meinung des Bewertungsausschusses hier verblüffend gut gelungen. Ein nahezu übermütiges Spiel mit Bildern und Visionen, mit Stumm- und Tonfilm, mit Zwischentiteln und Großaufnahmen, in englischer, deutscher und französischer Sprache und mit lateinischen Texten, angesiedelt in einer Ausstattung voller befremdender Dekors, Kulissen, Fotos, dazu mit einer expressionistischen Lichtsetzung - aus diesem verwirrenden, souverän gehandhabten stilistischen Allerlei ist dennoch ein einheitlich strukturierter Film geworden, der seine spielerischen Leichtigkeit und beiläufige Spannung durchhält.

Hat der Zuscher sich auf diesen Stil erst eingelassen und den experimentellen Charakter einer Literaturverfilmung akzeptiert, geniest er ein auf hohem intellektuellen Niveau angesiedeltes, optisches und sogar literarisches Vergnügen. Die Regie hat es verstanden auch die Darsteller (teilweise Laien) differenziert und adäquat einzusetzen. Die Musik überzeugt ebenfalls; lediglich eine gewissen Monotonie der Klavierbegleitung im Mittelteil wurde bemängelt.