Taxi Driver

Kinostart: 07.10.76
1976
Filmplakat: Taxi Driver

Kurzbeschreibung

Der Film schildert das Leben des einsam und isoliert in New York lebenden Taxifahrers Travis Bickle, der von der Gewalt und dem Schmutz der Stadt in den 1970er-Jahren zunehmend angewidert ist und sich immer weiter in seine Obsessionen hineinsteigert.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Thriller; Spielfilm
Regie:Martin Scorsese
Darsteller:Robert De Niro; Peter Boyle; Cybill Shepherd
Drehbuch:Paul Schrader
Kamera:Michael Chapman
Schnitt:Marcia Lucas
Musik:Bernard Herrmann
Kinostart:07.10.1976
Verleih:Neue Visionen
FSK:16

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Der Ausschuss geht davon aus, dass die Regie auf ungewöhnlich suggestive weise eine missratene Welt reflektiert. Diese missratene Welt sind die Slums, in denen Verbrechen, Prostitution gedeihen. Wie die Kamera eben diese Welt in realistisch zupackenden Bildern, die gleichzeitig eine unübersehbare artifizielle Komponente haben, spiegelt, erscheint dem Bewertungsausschuss außerordentlich bemerkenswert.
Aber dieser Film ist nicht allein eine intensive Milieustudie, er zeigt gleichzeitig das Schicksal eines Taxifahrers, der sich in seiner Einsamkeit zuletzt nahe der psychopathischen Allüre als Moralist aufspielt. Aber diese Verhaltensweise spiegelt gleichzeitig eine Lebenswelt, in der krasse Gegensätze unmittelbar nebeneinander stehen. Sie sind so sehr in eine suggestive Bildsprache integriert, dass der meist drastische Alltagsjargon ohne jede Peinlichkeit ist.
Zum Stil lässt sich noch ein interessantes Ineinander von Dialog und Selbstgespräch
feststellen. Im ganzen meint die Mehrheit des Bewertungsausschusses, dieser Film, der seine dramatische Akzentuierung nicht in peinlichen Verismus hochtreibt, gebe das authentische Bild einer speziellen Welt, die genau, aber mit tiefer Skepsis gesehen wird.
Dr. Theo Fürstenau