Sunshine Barry und die Disco-Würmer

Kinostart: 29.10.09
VÖ-Datum: 18.06.10
2008
Filmplakat: Sunshine Barry und die Disco-Würmer

FBW-Pressetext

Ein Hoch auf den aktuellen europäischen Animationsfilm! In diesem farbenfrohen, mit viel Spaß und Disco-Musik aufgeladenem Werk entfliehen der Regenwurm Barry und seine Freunde ihrem grauen Alltag und beweisen der gesamten Insektenwelt, dass auch Würmer auf der Showbühne eine gute Figur abgeben und bestens unterhalten können. Ansprechend sind die Geschichte um Glanz, Glitzer und Selbstbehauptung wie auch die sympathischen und originell animierten Figuren für Klein und Groß, mit fetzigen Gute-Laune-Songs zum (Wieder-)Entdecken und Mitgehen. Play that funky movie!
Prädikat wertvoll

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Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Spielfilm; Kinderfilm
Regie:Thomas Borch Nielsen
Darsteller:Trine Dyrholm; Peter Frödin; Lars Hjortshøj
Drehbuch:Morten Dragsted
Schnitt:Kirsten Skytte
Musik:Jörg Lemberg
Weblinks:publicmotor-pictures.com;
Länge:79 Minuten
Kinostart:29.10.2009
VÖ-Datum:18.06.2010
Verleih:Publicmotor
Produktion: Crone Film; Radar Film; SF Film; Sola Media GmbH
FSK:0
Förderer:MFG Baden-Württemberg

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Wer mag schon Würmer? Sie stehen am Ende der Nahrungskette, sie sind nicht schön und auch nicht sexy, sie werden nicht geliebt oder respektiert – „and they can’t boogie“. Es ist also nicht leicht ein Wurm zu sein, und Barry kann ein Lied davon singen. Er ist ein junger Wurm und hat einen öden Job in der Kompostieranlage – die einzige Karriere, die Würmern offen steht. Neu ist allerdings, dass sie jetzt ins Mittlere Management aufsteigen können. Zusammen mit seinem übergewichtigen Freund Tito will sich Barry in einem Intensivkurs auf die Prüfung vorbereiten. Seine Mutter ist stolz auf ihn.

Da entdeckt Barry durch Zufall eine alte Disco-Platte seines Vaters und sein Leben nimmt eine komplett andere Wendung. Barry gründet eine Disco-Band und nimmt an einem angesagten Musikwettbewerb teil. Er hat kein Rhythmusgefühl und keine Instrumente, kann aber seine Freunde überzeugen mitzumachen, selbst die wunderbare Gloria, die zwar toll aussieht, aber leider gar nicht singen kann. Trotz aller Widrigkeiten und Gefahren, die ihnen auf dem Weg zum Ruhm begegnen, hält Barry unbeirrt an seinem Ziel fest. Unterstützung erfährt er schließlich auch von seinem Vater, in dem ein lang verschüttetes musikalisches Talent schlummert. Auch wenn die Wettbewerbs-Jury bestochen wurde und „Sunshine Barry and the Disco Worms“ den Talent-Wettbewerb nicht gewinnt, so singt sich die Band dennoch in die Herzen des Publikums.

Würmer haben keine Arme und Beine und es gehört schon Courage dazu, sie zu Protagonisten eines Films zu machen, in dem es um Disco-Musik geht. Aber wenn sie sich dann rhythmisch zu klassischen Disco-Hits krümmen und winden, widerlegen die bunt gestalteten Figuren durch ihre ungeheure Beweglichkeit alle Zweifel. Hier erweist sich Sunshine Barry and the Disco Worms als wahrer Familienfilm, der das kindliche Interesse an Zeichentrickspaß, schöner Musik und Bewegung mit nostalgischen Erinnerungen an die Disco-Zeit der erwachsenen Generation vereint.

Erzählt wird die klassische Außenseitergeschichte vom armen Wurm, der zum Star wird, weil er unerschütterlich an seine Idee glaubt, sich über alle Widrigkeiten hinwegsetzt und im richtigen Moment Unterstützung von seinen Freunden erhält. Obwohl der in dänisch-deutscher Koproduktion realisierte Animationsfilm mit einem Bruchteil der Budgets anderer internationaler Produktionen auskommen musste und in relativ kurzer Zeit realisiert wurde, überzeugt er durch liebevoll gestaltete und ansprechend animierte Charaktere. Die Geschichte ist einfach und gradlinig erzählt, in einigen Details gibt es deutliche Anleihen an klassische Zeichentrickfilme, dennoch hat dieser Film seinen eigenen sehr sympathischen Stil. Er hat viele originelle Ideen – wie die umwerfend komische „Village-People“-Parodie – und wunderbar choreographierte Szenen – wie die Entdeckung der Disco-Platte – die durch mitreißende Musikeinlagen (in neuen Arrangements) miteinander verbunden sind. Alles in allem ein Film zum Mit-Swingen für Groß und Klein.