Steffi gefällt das

Filmplakat: Steffi gefällt das

FBW-Pressetext

Paul kann vielleicht nur von Luft und Liebe leben, doch sein Smartphone braucht er schon. Völlig blind für das „reale“ Leben läuft er durch die Gegend, sammelt Freunde und Erfahrungen im sozialen Netzwerk, verbindet sich, folgt neuen Trends und teilt sein Leben mit der Internet-Community. Dumm nur, wenn neue Freunde im Netz gar keine Freunde sind. Eine herrlich kurzweilige und bissige Satire auf Social Networks und unseren Umgang damit ist Philipp Scholz gelungen. Die Hauptfigur selbst kommentiert ihre Aktionen im Web 2.0, wobei wir die jeweilige Aktion immer in origineller Umsetzung zu sehen bekommen. So entstehen vier höchst amüsante Minuten Kurzfilmvergnügen. Uns gefällt das
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie; Kurzfilm
Regie:Philipp Scholz
Darsteller:Ole Jacobsen; Christopher Fliether; Rasmus Borowski; Verena Wolfien
Drehbuch:Philipp Scholz; Florian Gregor
Kamera:Philipp Scholz
Schnitt:Philipp Scholz; Florian Gregor
Musik:Micky Wolf
Weblinks:tfk-production.com;
Länge:4 Minuten
Verleih:interfilm Berlin Management GmbH
Produktion: The Fu King Production - Gregor & Scholz GbR Florian Gregor

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Ein Leben ohne Facebook, Twitter oder I-Phone? Undenkbar! Denn wie soll man sonst jedes noch so kleine Detail im Alltag mit seinen so genannten Freunden teilen? Und die Schar dieser Freunde wächst ohne Ende auf Knopfdruck in der Online-Welt. Auch Paul gehört zu dieser Generation. Und so wird jeder Schritt notiert, jeder Gedanke sofort der Allgemeinheit offenbart – und Steffi, der treuen Online-Gefährtin, gefällt das alles sehr. Aber Paul, der die Realität längst aus den Augen verloren hat und ohne seinen unaufhaltsamen Mitteilungsdrang gar nicht mehr existieren kann, läuft in eine böse Falle. Denn: „Trau schau wem“, heißt ein altes Sprichwort, das in dieser Pseudowirklichkeit längst an Bedeutung verloren hat. Leider. Mit Ironie und Augenzwinkern wird die wachsende Realitätsferne und Ich-Bezogenheit dieser Online-Generation auf die Schippe genommen und die Kritik an jener „schönen neuen Welt“ der digitalen Egomanie mit Leichtigkeit und Witz in der wortwörtlichen Umsetzung von Pauls Twitter-Informationen direkt dargestellt. Das kann ja nicht gut enden – und das tut es auch nicht. Zumindest für Paul, dessen Smart-Phone ihm geradewegs den Weg ins Verderben geebnet hat.