Filminfos
Gattung: | Drama |
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Regie: | Pedro Almodóvar |
Darsteller: | Javier Cámara; Darío Grandinetti; Rosario Flores |
Drehbuch: | Pedro Almodóvar |
Weblinks: | ; |
Länge: | 113 Minuten |
Kinostart: | 08.08.2002 |
Verleih: | Tobis |
Produktion: | El Deseo S.A., Antena 3 TV; Via Digital; |
FSK: | 16 |
Jury-Begründung
Erneut beweist Regisseur Pedro Almodóvar, wie meisterhaft er inzwischen Kino der großen Gefühle und tiefen Emotionen zu inszenieren versteht. Wieder einmal sucht er aber auch bewußt die Provokation, wenn sich wie hier erotische Obsessionen auf eine Komapatientin im Krankenhaus richten. Doch stilsicher und mit scheinbar leichter Hand umschifft er alle Klippen und gestaltet ein ergreifendes Melodram mit vielen Facetten, das einerseits fesselt und berührt, andererseits aber auch von der Vorliebe des Regisseurs für das Absurde und Surreale zeugt.Ein sorgfältig gebautes Drehbuch entwickelt mit vielen Details die Geschichte von einsamen Menschen, die unter ihren Verletzungen leiden und sich nach Liebe und Freundschaft sehnen, sei es auch im verzweifelten Monolog mit einem im Koma liegenden Menschen. Dadurch weckt der Film Emotionen und macht den Zuschauer tief betroffen. Zugleich aber erlaubt sich der Regisseur komödiantische Einsprengsel, wie die Stummfilm-Persiflage oder den Auftritt der alten Conçierge, die über den Zustand der heutigen Medienwelt jammert, weil kein Fernsehsender sie wegen der Schändung einer im Koma liegenden Frau interviewt hat. Jedem anderen Regisseur wären diese Passagen als pornografisch oder als Stilbruch angekreidet worden. Hier aber fügen sie sich nahtlos in das surreale Gesamtkonzept ein.