Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm

Filmplakat: Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm

FBW-Pressetext

SHAUN DAS SCHAF – DER FILM: UFO-ALARM ist das neueste Kino-Abenteuer rund um das freche kleine Schaf Shaun, das eines Tages auf ein kleines Außerirdischen-Mädchen trifft und ihm nun helfen muss, wieder nach Hause zu finden.

Es ist so langweilig auf der Mossy Bottom Farm. Immer nur auf der Weide stehen, immer machen, was der Hund Bitzer will. Und der Bauer selbst träumt sowieso die ganze Zeit nur von einem neuen Mähdrescher. Also denkt sich Shaun lustige Spiele für sich und die Herde aus. Die sofort von Bitzer verboten werden. Eines Tages jedoch erlebt Shaun ein wildes Abenteuer, das Bitzer nicht verhindern kann: Denn Shaun trifft in seiner Scheune auf eine Außerirdische namens Lu-La. Lu-La ist mit ihrem Raumschiff abgestürzt und muss nun irgendwie zurück auf ihren Heimatplaneten. Leichter gesagt als getan. Denn das Ministerium für außerirdische Aktivitäten hat schon Wind von Lu-Las Absturz bekommen und ist dem kleinen Mädchen dicht auf den Fersen. Aber Shaun wäre ja nicht Shaun, das Schaf, wenn ihm nicht schon bald etwas ganz Cleveres einfallen würde. So wie bereits der erste Kinofilm rund um das freche kleine Schaf überzeugt auch SHAUN DAS SCHAF – DER FILM: UFO-ALARM wieder als ideenreiches und fantasievolles Animationsabenteuer aus dem Hauses Aardman Animation. Das Tempo ist rasant, es mischen sich Slapstick und Verfolgungsjagden. Und doch gelingt es dem Film, nie zu überfrachtet oder zu laut zu wirken. Auch der zweite Kinofilm, der auf der gleichnamigen erfolgreichen TV-Serie (hierzulande bekannt durch DIE SENDUNG MIT DER MAUS) basiert, kommt komplett ohne Dialoge aus, was den Film schon für die kleinsten Kinofans funktionieren lässt. Das erwachsene Publikum kommt wiederum durch die vielen kleinen Anspielungen auf Sci-Fi-Klassiker wie E.T. oder STAR WARS auf seine Kosten. Was alle Zuschauer begeistern wird, ist die Form der Animation, die klassische und liebevoll ausgearbeitete Knet-Animation mit digitalen Effekten spielerisch und elegant verbindet. Hochamüsant, spannend und mit viel Tempo und Spaß umgesetzt – SHAUN DAS SCHAF – DER FILM: UFO-ALARM steht seinem Kino-Vorgänger in nichts nach.

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Komödie; Kinder-/Jugendfilm
Regie:Richard Phelan; Will Becher
Drehbuch:Mark Burton; Jon Brown
Schnitt:Sim Evan-Jones
Webseite:;
Länge:87 Minuten
Kinostart:26.09.2019
Verleih:Studiocanal
Produktion: Aardman Animation, Amazon Prime Video; Anton; StudioCanal;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Die FBW-Jury hat dem Film das Prädikat besonders wertvoll verliehen.
Im zweiten Kinofilm um Shaun das Schaf kehren wir in die idyllische englische Gemeinde Mossingham zurück: zu dem erfindungsreichen, aber etwas trotteligen Schäfer, seinem verantwortungsvollen aber glücklosen Hund Bitzer, und zu Shaun, dem listigen Schaf. Als eines Tages ein UFO im Wald landet, wird sich das Leben der Bewohner des Städtchens ändern. Shaun das Schaf hat dafür jedoch zunächst keinen Kopf, denn wie stets muss er muss der sich mit dem Hirtenhund Bitzer herumschlagen, der die Streiche der Schafe mal mehr, mal weniger erfolgreich verhindert. Durch einen Zufall strandet die notgelandete kindliche Außerirdische Lu-La in Shauns Scheune. Die beiden nähern sich an. Der Farmer hofft indessen, aus der UFO-Landung Kapital schlagen zu können, indem er die Schafe einen Freizeit-Themenpark bauen lässt („Farmageddon“). Shaun hilft Lu-La, ihr Raumschiff wieder zu finden, um nach Hause zu den Eltern zurückzukehren. Das Ministerium für außerirdische Aktivitäten ist eingetroffen, um das Raumschiff zu sichern. Doch Shaun, Lu-La und Bitzer gelingt die Flucht in den Weltraum – bis eine selbstverschuldete Fehlfunktion sie wieder auf die Farm zurückbringt. Die Chancen, das Alienkind zu seinen Eltern zurückzubringen, werden dünner. Mit der Eröffnung von „Farmageddon“ eskalieren die Ereignisse.
Der zweite Kinofilm des Shaun das Schaf-Franchises, das aus derselben Animationswerkstatt wie Wallace & Gromit kommt, richtet sich an ein vergleichsweise kindliches Publikum. Wie alle Produktionen der Aardman Studios bietet er aber auch für ein erwachsenes und entsprechend filmgebildetes Publikum zahlreiche amüsante Zitate und Verweise: auf den SF-Autor H. G. Wells, die Filme E.T. – Der Außerirdische, Nummer 5 lebt!, Der tödliche Freund, Das Ding aus einer anderen Welt, Unheimliche Begegnungen der Dritten Art, Alien, Odyssee im Weltraum und X-Files. Er passt daher sehr gut in den aktuellen Retroboom mit Filmen und Serien wie Stranger Things, die den SF-Kult der 1970er und 1980er Jahre jugendlich neu interpretieren.
Wie auch zuvor glänzt die Produktion mit liebevollen Knetanimationen, die mit subtilen computergenerierten Ergänzungen aufgewertet werden. Der sehr poppige Soundtrack wartet zudem mit zahlreichen Songs auf, was aktuell bei zahlreichen Animationsfilmen zu bemerken ist und an alte Disney-Tradition anknüpft. Auch darauf basiert eine popkulturelle Verweisstruktur, die mit überbordendem Ideenreichtum punktet, phantasievoll und temporeich erscheint, aber nicht zu hektisch wirkt.
Die Familienthematik verleiht dem Film eine pädagogische Botschaft, welche durch die Mehrfachcodierung für unterschiedliches Publikum auf verschiedenen Ebenen funktioniert. Es fallen alternative Modelle des Anarchischen bei den Schafen und dem Alien Lu-La auf, was für ein großes Publikum amüsant zu beobachten sein dürfte. Die choreographisch ausagierten Musikeinlagen ergänzen die meist wortlosen Passagen, was von der Jury als beachtliche kreative Leistung gewürdigt wurde: Und da der Film keine wörtlich verständlichen Dialoge bietet, kann er zudem als universal zugänglich betrachtet werden.