Robin Hood

Kinostart: 13.05.10
2010
Filmplakat: Robin Hood

FBW-Pressetext

So beginnt eine Legende! Anstatt sich an den zahlreichen Vorgängerfilmen um den legendären Robin Hood zu orientieren, schafft es Regisseur Ridley Scott einen überzeugend frischen Ansatz zu finden mit Blick auf die historischen Hintergründe dieser mittelalterlichen Umbruchszeit. So fokussiert er die politischen Interessen während des Freiheitskampfes der englischen Bevölkerung, die unter der königlichen Tyrannenherrschaft zu neuem Selbstbewusstsein findet und mit Robin einen willensstarken und rechtschaffenden Vertreter. Spannung, knallharte Kampfszenen und zarte Romantik inklusive. Neben seiner Meisterschaft in Sachen Kameraeinsatz, komplexen politischen Storys und rasant geschnittenen Schlachtenszenerien kann sich Scott vor allem auf die schauspielerischen Leistungen seiner Lieblingsdarsteller Russell Crowe, Mark Strong, Oscar Isaac und – neu in seinem Cast – Cate Blanchett sowie Max von Sydow verlassen. So modern und fesselnd wie ein monumentales, historisches Epos nur sein kann.

Filminfos

Gattung:Drama; Spielfilm; Actionfilm
Regie:Ridley Scott
Darsteller:Max von Sydow; Russell Crowe; Cate Blanchett; William Hurt; Oscar Isaac; Mark Strong; Danny Huston
Drehbuch:Brian Helgeland
Buchvorlage:Brian Helgeland; Ethan Reiff; Cyrus Voris
Kamera:John Mathieson
Schnitt:Pietro Scalia
Musik:Marc Streitenfeld
Webseite:universal-pictures-international-germany.de;
Länge:140 Minuten
Kinostart:13.05.2010
Verleih:Universal
Produktion: Universal Pictures Germany GmbH, Imagine Entertainment; Relativity Media; Scott Free Productions ;
FSK:12

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Wer geglaubt hat, schon alles über den legendenumwobenen englischen Helden Robin Hood zu wissen, wird in Ridley Scotts Film eines besseren belehrt. Hier entsteht ein völlig neues Bild des Mannes, der als Volksheld längst zum Mythos geworden ist. Vor dem historisch brisanten Hintergrund Englands zu Ende des 12. Jahrhunderts, als nach dem Tod König Richards Löwenherz sein schwacher Bruder John den Thron besteigt, gegen den die Barone rebellieren, spielt sich ein Drama um mehr Freiheit und um Gleichheit für alle Volksschichten ab. Nach dem Motto „Erhebe dich immer wieder, bis aus Lämmern Löwen werden“ kämpft dieser Robin Hood gegen Ungerechtigkeit und soziale Ausbeutung, gegen Hofintrigen und die dunklen Pläne eines Schurken in französischen Diensten, der das von Unruhen gebeutelte Land der französischen Krone zuspielen möchte.

Das ist der Stoff für einen opulenten, dramatischen und dramaturgisch sorgsam konstruierten Film, der zwar keineswegs auf durchaus harte Szenen mit blutigen Scharmützeln, heimtückischen Attentaten und groß inszeniertem Schlachtengetümmel verzichtet, sich aber nicht in unnötig ausgewalzten Details von Grausamkeiten ergeht. Dass das Mittelalter keinen Sonntagsspaziergang bedeutet hat und man nicht gerade zimperlich miteinander umging, weiß man ja. Doch diesen Szenen von Kampf und Gewalt werden auch dörfliche Feste und ländliches Leben gegenüber gestellt, so dass die Handlung nicht zu einer Aneinanderreihung von puren Actionszenen gerät. Dazu kommen noch die durchwegs großartigen schauspielerischen Leistungen von Darstellern wie Russell Crowe, Cate Blanchett, Danny Houston, Mark Strong und Max von Sydow, um nur einige zu nennen. Herausragend die dichte, spannungsreiche Inszenierung, die handwerkliche und technische Präzision, zu der die authentische Ausstattung, die überzeugende Kameraarbeit und die gut gewählten, realistisch wirkenden Schauplätze gehören.

Was aber an dem Film vor allem überzeugt, ist der originelle, neue Ansatz, eine Legendengestalt zur historisch glaubwürdigen Figur zu machen. Eine Gestalt, die sich für Werte wie Ehre, Freiheit und Freundschaft einsetzt und erst am Ende durch einen wortbrüchigen König in die Verbannung gezwungen wird, mit seinen Getreuen in die Wälder zieht und damit dann doch noch zur Legende wird. Anders als in allen früheren Versionen über Robin Hood zu einer Zeit, als eigentlich seine und Marians Geschichte laut früherer Überlieferungen längst abgeschlossen ist.