Ratatouille

Kinostart: 03.10.07
2007
Filmplakat: Ratatouille

FBW-Pressetext

Ein wahrhaft fabel-hafter Animationsfilm für Jung und Alt, voller Charme und Witz, Überraschungen und schönen Ideen. Ausgerechnet eine Ratte als Gourmetkoch, das hat auch in Kinos mit Fast-Food-Umfeld eine schöne Wirkung. Irgendwann sitzt man ähnlich glücklich versonnen da in diesem fulminanten Pixar-Werk wie jener Restaurant-Kritiker, der trotz bösester Vorsätze nicht anders kann, als sich vor dem für ihn Angerichteten zu verbeugen. Denn Aufgabe des Kritikers sei es, den Mut aufzubringen, Neues zu loben und alte Pfade zu verlassen.

Filminfos

Gattung:Animationsfilm
Regie:Brad Bird
Drehbuch:Brad Bird
Weblinks:kinderfilmwelt.de; filmsortiment.de;
Länge:110 Minuten
Kinostart:03.10.2007
Verleih:Walt Disney
Produktion: Pixar Animation Studios
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Wenn jemand auf die Idee kommt, ausgerechnet aus einer Ratte einen Meisterkoch zu machen, dann erinnert das an den alten Spruch vom Bock, der zum Gärtner wird. Remy, der rattenscharfe Held von „Ratatouille“, hat das Zeug zum Gourmetkoch und setzt seinen Traum gegen alle Widerstände durch – und die sind nicht gering, denn: Wer möchte schon gerne eine Ratte in seiner Küche haben?

Dieses Abenteuer einer Ratte in Paris ist ein in jeder Hinsicht gelungener Film. Stimmige Dialoge, eine rundum vorzügliche Animation, viel Witz und Situationskomik und eine Handlung, die in ihren Bann zieht – das sind die Beigaben zu diesem vorzüglichen Ratatouille.

Auch die Themen, die hier auf unterhaltsame und meist komische Art angesprochen werden, lassen sich in dieser köstlichen Zubereitung gut genießen: Es geht um Familiensinn und Freundschaft, um Loyalität und die Suche nach der eigenen Identität und die Berufung im Leben. Dabei kreist die Handlung immer wieder um die Grundthematik der Geschichte: Jeder kann kochen, wie der geniale Meisterkoch Gustave Gusteau behauptet. Und das heißt letztlich, dass sich seinen Traum erfüllen kann, wenn er (oder sie) es nur lange und intensiv genug versucht. Dass es in diesem Fall eine Ratte ist, die sich auf wundersame Weise mit einem Menschen anfreundet, um ihr Lebensziel zu erreichen und damit gleichzeitig dem Menschen hilft, das ist der amüsante Hintersinn dieses fabel-haften Märchens.

Wer diesen Film sieht, kann sich nur der Ausführung des Restaurantspezialisten Ego anschließen, der nach dem köstlichen Ratatouille, dessen Genuss ihn geradewegs in das Paradies seiner Kindheit zurück entführt hat, feststellt, dass es die Aufgabe des Kritikers sei, den Mut aufzubringen, Neues zu loben und alte Pfade zu verlassen.

Einen so schönen Film über das ungleiche Gespann Ratte-Mensch hat es in der Tat zuvor noch nicht gegeben!