Pets

Kinostart: 28.07.16
2016
Filmplakat: Pets

FBW-Pressetext

Wenn Katie, das Frauchen von Max, aus dem Haus geht, ist Max einfach nur traurig. Denn der kleine und treue Vierbeiner ist nur dann glücklich, wenn er mit Katie zusammen ist. Die beiden sind einfach ein eingeschworenes Team, da passt kein Blatt dazwischen. Genau das ändert sich jedoch schlagartig, als Katie mit Duke, einem wahren Koloss an Hund, daherkommt. Katie sagt Max, Duke sei sein neuer „Bruder“ und er müsse nun alles mit ihm teilen. Das gefällt Max so gar nicht und er beschließt: Das Riesenvieh muss weg! Nur leider möchte auch Duke seine neue Heimat nicht aufgeben und es kommt, wie es kommen muss: Beim Versuch, sich gegenseitig loszuwerden, geraten Max und Duke in Schwierigkeiten. Nicht nur werden sie von Tierfängern geschnappt, sie landen auch bald schon in der tierischen Unterwelt, in der ein verrücktes Kaninchen die Weltherrschaft an sich reißen möchte. Nur gut, dass Max‘ Freunde im Wohnblock alles daran setzen, die beiden zu befreien. Und das mit allen Kräften, die ihre Krallen, Pfoten und Tatzen hergeben. Der Film beginnt mit einer Fahrt entlang der New Yorker Skyline – und mit der Kamera taucht der Zuschauer in diese wunderbar bunte und liebevoll erdachte Welt, die wie ein eigener Kosmos wirkt. Und so ist die Welt von PETS, dem neuen Animationsfilm aus der Schmiede der MINIONS-Erfinder, eine, in der der Mensch nur eine untergeordnete Rolle spielt. Denn die Handlung beginnt erst dann, wenn dieser die Wohnung verlässt und die Tiere zum Herrn im Haus werden. Es ist irrsinnig komisch, wie schon in den ersten Minuten die einzelnen tierischen Helden charakterisiert werden, wie sich schick frisierte Pudel in headbangende Rocker, kleine Piepmätze in mutige Flieger und überfütterte Stubentiger in Geschmacksgourmets verwandeln. Den ganzen Film zeichnet sein stimmiges Timing aus, sowohl in Bezug auf die gut platzierten situationskomischen Gags als auch die knackig knappen und ironischen Dialoge. Oft geht es abenteuerlich zu, eine Verfolgungsjagd folgt auf die nächste, was aber immer auch von kleinen feinen szenischen Einschüben unterbrochen wird. Und auch die Botschaft des Films kommt nie zu kurz. Denn bei all dem Tempo und dem Witz erzählt PETS eine universelle Geschichte über Freundschaft, über Toleranz, über das Zuhause sein und wie wichtig es ist, sich zu Hause und geliebt zu fühlen.. Denn gerade die Kleinen und Unscheinbaren können zu wahren Helden werden. PETS ist Familienunterhaltung, die für jede Alters- und Zielgruppe etwas zu bieten hat. Filmzitate, Anspielungen und Witz für die Älteren, charmante Figuren und eine liebevoll erdachte Geschichte für die Jüngeren. Ein tierisch guter Spaß!

Filminfos

Gattung:Animationsfilm; Kinder-/Jugendfilm
Regie:Chris Renaud; Yarrow Cheney
Drehbuch:Ken Daurio; Cinco Paul; Brian Lynch
Schnitt:Ken Schretzmann
Musik:Alexandre Desplat
Webseite:pets-film.de;
Jugend Filmjury:Lesen Sie auch, was die Jugend Filmjury zu diesem Film sagt...
Weblinks:kinderfilmwelt.de; ;
Länge:87 Minuten
Kinostart:28.07.2016
Verleih:Universal
Produktion: Illumination Entertainment, Universal Pictures;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Haustiere – allein zu Haus! Wie gut, dass die „Frauchen“ und „Herrchen“ von Hunden, Katzen, Hamstern, Vögeln und anderem Getier nicht immer wissen, was ihre Lieblinge zuhause so alles treiben, bis sie wieder von der täglichen Arbeit zurückkehren.
Die Drehbuchschreiber von PETS haben sich eine Fülle von überraschenden Varianten einfallen lassen, was Haustiere kommunikativ von Stockwerk zu Stockwerk in einem New Yorker Hochhaus zum Zeitvertreib anstellen können. Dass Ausflüge quer durch die Stadt ober- und unterirdisch dazu gehören können wird zweifelsohne bewiesen und auch der Abenteuer-Action-Effekt ist dabei beachtlich. Damit bis zum Eintreffen der geliebten Frauchen und Herrchen alles wieder geregelt ist, dazu bedarf es körperlichen Einsatzes ebenso wie tierisch/menschlicher Werte wie Freundschaft, Loyalität und Zusammenhalt. So können aus größten Feinden auch die besten Freunde werden. Klar, dass unsere animierten Lieblinge stark „vermenschlicht“ werden, was aber in Filmen dieses Genres und dieser Gattung auch zur besseren Identifikation nicht nur notwendig, sondern auch erwünscht ist.
Sicher sind einige der tierischen Charaktere dadurch im Erkennungswert stereotyp, andere wiederum sind aber wirklich sehr reizvolle Variationen.
Das hohe Tempo, das der Film einschlägt, wird dank einer guten Dramaturgie bestens eingehalten. Dazu kommt eine Fülle von reizvollen Gags und filmischen Zitaten in Bild und auch auf der Musikebene.
Der Einfluss französischer Spezialisten ist spürbar bei der Leichtigkeit des Bildflusses und dem gleichzeitigen Verzicht auf zu viel „Süßlichkeit“.
Ein ausdrückliches Lob gilt dem sehr gezielten Einsatz der 3-D-Effekte, ohne störende Übertreibungen. Die Animation ist perfekt, ebenso die Montage und die sehr liebevolle Ausstattung im Background.
Insgesamt ist PETS ein brilliant gemachter Film, der vor allem auch Erwachsenen große Freude beim genussreichen Anschauen bereiten wird.