Ocean's Twelve

Kinostart: 16.12.04
2004
Filmplakat: Ocean's Twelve

FBW-Pressetext

Was wie eine Fortsetzung klingt, überrascht und überzeugt auf ganzer Linie: eine abgehobene, aberwitzige und intelligente Krimikomödie mit ausgebufften Meisterdieben, die jede Menge Überraschungen garantieren.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie; Kriminalfilm
Regie:Steven Soderbergh
Darsteller:Andy Garcia; Matt Damon; Catherine Zeta-Jones; George Clooney; Brad Pitt
Drehbuch:George Nolfi
Weblinks:filmsortiment.de; s-Twelve.html;
Länge:125 Minuten
Kinostart:16.12.2004
Verleih:Warner
Produktion: Warner Bros. Pictures, Village Roadshow Pictures; Section Eight Production;
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

„Oceans Eleven“ war nicht nur ein gelungener Filmspaß, sondern auch ein veritabler Großerfolg in den Kinos. Was erwartet man nun von der folgerichtig entstehenden Fortsetzung? Neue Schauplätze, einen noch größeren Coup und möglichst die gleiche Starbesetzung? Oder aber den Verlust des Charmes des 1. Teiles?
Weit gefehlt, denn der Regisseur heißt Steven Soderbergh! Sicher gibt es jetzt neue pittoreske Schauplätze in Amsterdam, Rom und Paris. Aber: Er toppte sein Allstar-Team mit George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Julia Roberts und die anderen um einige weitere Alt- und Gaststars, und er vertraute einem überraschend neuen und ganz vom Erzählstil des ersten Teils abweichendem Drehbuch. Um gleich mehrere Raubzüge in europäischen Metropolen geht es – aber nicht zur Bereicherung des brillanten Gaunerteams, sondern um einen drückenden Schuldenberg abzubauen und sich für alle Zeiten reinzuwaschen. Die komplizierten und raffiniert vorbereiteten Diebstähle gehen dabei zum Teil ins Leere, andere kommen ihnen zuvor oder es geht einfach um die Wette, welcher Dieb der beste ist. Das ist im Drehbuch stilistisch außergewöhnlich, aber auch nicht unkompliziert und vor allem hochintelligent angelegt. Als Zuschauer weiß man nie, wie es wohl weitergeht, und ob man selbst oder die Protagonisten im Film gerade aufs Kreuz gelegt werden. Die Dialogpartien sind ironisch, sophisticated, aber auch amüsant und unterhaltsam auf hohem Niveau. Diesem qualitativ entsprechend ist die Bildgestaltung mit einer besonders einfallsreichen Kamera, mit besonderen Perspektiven, schönen Verfremdungen und mit eindrucksvollem Farbenspiel und einer präzisen Montage des variationsreichen und vielschichtigen Geschehens. Die eindrucksvolle Darstellergarde offenbart große Freude am eigenen Spiel und gibt einige Male dem „Affen richtig Zucker“.
Und: Überraschende Wendungen und zauberhafte Gags bietet der Film in Fülle, so daß die Spannung nie abreißt.