Milagro - Der Krieg im Bohnenfeld

Kurzbeschreibung

In einem idyllischen Tal von New Mexiko beginnen Bauspekulanten mit dem Bau eines Ferienzentrums und Golfplatzes. Mit der Neuanlage eines Bohnenfeldes durchkreuzt ein Bauer die Pläne und weckt das Selbstbewusstsein der Dörfler.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Komödie; Spielfilm; Romanverfilmung
Regie:Robert Redford
Darsteller:Ruben Blades; Sonia Braga
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:118 Minuten
Produktion: Filmproduktion München Wim Wenders

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Robert Redfords zweiter Film als Regisseur ist ein listiges Stück Erzählkino - gediegen in seiner Dramaturgie, die Menschen und Situationen, Entwicklungen und Entscheidungsprozesse in kleine Geschichten und viele Einzelbeobachtungen auflöst und sie einfühlsam vergegenwärtigt, verschmitzt aber in der Sensibilität, die den Gestalten dieser Dorgeschichte zugemessen wird - seien sie einfacher oder komplizierter, alt oder jung, gebildet oder weniger gebildet. Lernfähigkeit und Solidarisierung, Anteilnahme und Vielschichtigkeit ist diesen Charakteren eigen - nicht, wie der Film glauben macht, weil der Regisseur sie ihnen gibt, sondern weil er sie in ihnen entdeckt und enthüllt. Insgesamt erweist sich der Film als ein Märchen, in dem es keinen einzigen ganz bösen Menschen gibt, in dem aber die Heiligen wie die Engel und Dämonen ihren selbstverständlichen Platz haben, der erst recht den Menschen, den trotteligen wie den engagierten, sicher ist.

Gespielt werden die vielen, oft sehr kleinen, aber immer prägnant realisierten Rollen hauptsächlich von Amateurschauspielern, die sich in das kleine Ensemble der Berufsdarsteller nahtlos einfügen; situiert ist das alles in einer überzeugend ausgewählten Landschaft, die eine grandiosen Hintergrund mit lieblicher Umgebung und kargem Ackerland umfasst; gespielt wird es in einem Ambiente, das bei allen pittoresken Einzelheiten niemals seine Dürftigkeit und Alltäglichkeit verliert; gezeigt wird es von einer Kamera, deren "auffälligster" Vorzug ihre sensible Unauffälligkeit ist.

So ist ein schönes Stück Kinowirklichkeit zu besichtigen - in einem Film, der nicht revolutionär genannt werden könnte und der doch auf die Veränderungen setzt, die der Mensch bei sich selbst im Gang setzt kann udn die dann sein Zusammenleben mit anderen wandeln.