Menschsein

Kinostart: 03.12.19
2018
Filmplakat: Menschsein

FBW-Pressetext

In seinem Dokumentarfilm MENSCHSEIN macht sich der Pädagoge Dennis Klein auf eine Reise um die Welt, um Menschen mit Behinderungen zu treffen. Dabei stellt er sich folgende Fragen: Ist ein selbstbestimmtes Leben mit einer Behinderung möglich? Wie geht man in anderen Ländern mit dem Thema Behinderung um? Wie unterscheidet sich das Leben behinderter Menschen in der restlichen Welt? Dennis Klein reist in 14 Monaten durch 23 Länder und macht wertvolle, ganz besondere Erfahrungen, lernt viele interessante, charismatische Menschen kennen und erfährt deren Geschichten, die mal komplex, mal überraschend aber immer berührend sind. Es ist keine einfache Reise nach Indien, Kolumbien, Guatemala und vielen anderen Nationen. Dennis Klein bringt sich selbst stark in den Film ein und reflektiert seine eigenen Gedanken und Gefühle. Denn es ist schwer, das Leid anderer zu sehen und nicht helfen zu können. Oder aber sich bewusst zu machen, dass eine Geldspende zwar unser Gewissen entlastet, aber die Würde mancher Menschen verletzt. Der Film zeigt, dass das Thema Inklusion zwar in Europa eine immer größere Rolle spielt, aber in ärmeren Ländern so gut wie keine, was den Menschen mit Behinderung ihr Leben zusätzlich erschwert. Doch neben vielen negativen und problematischen Aspekten zeigt der Film auch ungebrochen positive Menschen, die sich aufopfernd und würdevoll um Menschen mit Behinderung kümmern. Mit MENSCHSEIN ist den beiden Filmemachern Dennis Klein und Oliver Stritzke eine ungewöhnliche Reise-Reportage gelungen. Ein Film der berührt, inspirieren kann und zum Nachdenken anregt.

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm
Regie:Oliver Stritzke
Drehbuch:Dennis Klein; Oliver Stritzke
Kamera:Dennis Klein
Schnitt:Oliver Stritzke
Musik:Daniel Barth; Mathias Greule
Webseite:;
Länge:97 Minuten
Kinostart:03.12.2019
Verleih:imFilm
Produktion: Infinity Studio Association Leipzig

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Aus dem Gutachten:
Dennis Klein hat eine große Reise gemacht, um in vielen Ländern der Erde Menschen mit Behinderungen zu treffen und zu dokumentieren, wie sie in verschiedenen Gesellschaften und sozialen Schichten behandelt werden. Er selbst hat Filmaufnahmen während dieser Reise gemacht und zusammen mit dem professionellen Filmemacher Oliver Stritzke das Drehbuch entwickelt. Dieser hat den Film dann auch geschnitten. Dennis Klein hat auf dieser Reise beeindruckende Menschen getroffen sowie wichtige Erfahrungen gemacht. So versuchten er und eine Freundin etwa in Südafrika einer Frau mit körperlicher Behinderung, die mit ihrer Familie in extremer Armut lebt, dadurch zu helfen, dass sie ihren Ehemann für einen Sportwettbewerb anmeldeten und trainierten. Dadurch gelang es ihm tatsächlich, viel Geld zu gewinnen, was aber grundsätzlich nichts an der schwierigen Situation der Familie änderte. Diese Episode am Anfang des Films wirkt wie ein Lehrstück darüber, wie schwierig und letztendlich auch vermessen es ist, zu versuchen, mit viel Energie und gutem Willen Menschen in einer Gesellschaft, deren Regeln man als Fremder nicht durchschauen kann, zu helfen. Der Film überzeugt als leidenschaftlicher Appell für die Inklusion und dafür, dass Menschen mit Behinderungen überall auf der Erde menschenwürdig leben sollten.