Mein letzter Film

Kinostart: 28.11.02
2002
Filmplakat: Mein letzter Film

FBW-Pressetext

Der Soloauftritt eines alternden Stars und die Abrechnung mit "ihren" Männern in einem eindringlichen Kammerspiel und mit der brillanten Hannelore Elsner.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Drama
Regie:Oliver Hirschbiegel
Darsteller:Hannelore Elsner; Wanja Mues
Drehbuch:Bodo Kirchhoff
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:95 Minuten
Kinostart:28.11.2002
Verleih:Ottfilm Filmverleih
Produktion: Multimedia Film und Fernsehproduktion GmbH, BR;
FSK:0

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Marie will sich von ihrem bisherigen Leben verabschieden. Sie ist eine erfolgreiche Schauspielerin und war verheiratet mit einem erfolgreichen Regisseur. Ein Kameramann soll einen letzten Film mit ihr drehen, in dem sie allein die Hauptrolle und das Sagen hat. Hannelore Elsner spielt grandios diese Frau, die mit den drei Männern abrechnet, die in ihrem Leben eine wichtige Rolle gespielt haben. Während zwei von ihnen dabei eher amüsante Nebenrollen hatten, ist es vor allem ihr Mann Richard, dem Marie mit diesem Film die Wahrheit über ihre Leiden, ihren Schmerz, aber auch über die Glücksmomente verdeutlichen will. In ihren sorgfältig inszenierten und dennoch spontanen Abschiedsworten liegt die Hoffnung auf Befreiung und Neubeginn.

Bodo Kirchhoff hat das kluge Drehbuch mit vielen schönen und weisen Sätzen geschrieben, das Oliver Hirschbiegel in ein dichtes Kammerspiel umgesetzt hat. Mit leichter Ironie werden hier wie im Vorübergehen auch Sätze über die vom Kommerz bestimmten TV-Serien geäußert. Dadurch gewinnt der an sich schon dramatische Monolog von Marie noch zusätzlich an Überzeugungskraft: Noch mehr Schmerz wäre nicht mehr erträglich gewesen. So aber hält sich die Spannung bis zum Schluß, und die dichte Atmosphäre dieser Inszenierung großer Gefühle bleibt bestehen.