Max und die wilde 7

Kinostart: 13.08.20
2020
Filmplakat: Max und die wilde 7

FBW-Pressetext

Generationsübergreifender Kinderfilmspaß

Die Verfilmung des ersten Bandes der gleichnamigen Kinderbuchreihe erzählt vom 9-jährigen Max, der mit seiner Mutter in einem Altersheim auf einer Burg wohnt. Als den Bewohnern immer wieder Wertgegenstände gestohlen werden, macht sich Max, unterstützt von der „Wilden 7“ auf, den Dieb zu fassen. Mit witzigen Einfällen, großartigen Darsteller*innen und einer als Identifikationsfigur überzeugenden Hauptfigur macht MAX UND DIE WILDE 7 kleinen Kinofans – und ihren erwachsenen Begleitern - großen Spaß.

Mit der Kinderbuchreihe MAX UND DIE WILDE 7 haben Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner eine sehr erfolgreiche Geschichte für Kinder erdacht, die nun ebenfalls in ihrer Umsetzung für die Kinoleinwand begeistert. In seiner ersten Kino-Hauptrolle agiert Jona Eisenblätter mit großer Natürlichkeit und ist, gerade weil er keinen Helden darstellt, sondern sich in seiner Schüchternheit und Vorsicht eher zurückhält, als Identifikationsfigur für die junge Zielgruppe ideal. Unterstützt wird Eisenblätter von einem hochkarätig besetzten Ensemble mit Alwara Höfels als verständnisvoll-umsorgende Mutter sowie Uschi Glas, Günther Maria Halmer und Thomas Thieme als verschroben-gewitzte Seniorentruppe. Auch dank eines einfallsreichen Drehbuchs, für das die Buchautor*innen selbst verantwortlich zeichnen, ist dieses Trio das beste Beispiel dafür, dass Spielfreude nichts mit dem Alter zu tun hat. Ganz ohne Holzhammer gelingt es Regisseur Winfried Oelsner mit MAX UND DIE WILDE 7 eine Geschichte zwischen den Generationen zu erzählen und dabei die Botschaft zu verbreiten, dass man kein Held sein muss, um trotzdem mit Freunden, Aufrichtigkeit und Mut alles zu erreichen. Auch durch eine schöne Farb- und Bildgestaltung wird die Alltags- und Gedankenwelt von Max auf ganz natürliche Weise umgesetzt, die musikalische Untermalung ist unaufdringlich und das Erzähltempo nicht zu schnell. Spannende, heitere und auch nachdenkliche Momente wechseln sich ab, und dank einer ebenso starken Mädchenfigur (Max‘ beste Freundin) ist der Film für Jungs und Mädchen gleichermaßen geeignet - ebenso für begleitende Eltern und Großeltern -, sodass dieser Film einen schönen gemeinsamen Kinotag verspricht.
Prädikat besonders wertvoll

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Filminfos

Gattung:Spielfilm; Kinder-/Jugendfilm
Regie:Winfried Oelsner
Darsteller:Jona Eisenblätter; Uschi Glas; Günther Maria Halmer; Alwara Höfels; Dieter Schaad; Roman Knizka; Nina Petri; Thomas Thieme
Drehbuch:Lisa-Marie Dickreiter; Winfried Oelsner
Buchvorlage:Lisa-Marie Dickreiter; Winfried Oelsner
Kamera:Andy Löv
Schnitt:Thomas Stange; Maja Stieghorst
Musik:Eike Hosenfeld; Moritz Denis
Länge:86 Minuten
Kinostart:13.08.2020
Verleih:Leonine
Produktion: Westside Filmproduktion, Rat Pack Filmproduktion; Universum Film; Shoot'n'Post; SWR; WDR; HR; RBB;
FSK:0
Förderer:FFA; FFF Bayern; DFFF; HessenFilm und Medien

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Max ist 9 Jahre alt. Sein Vater hat die Familie schon vor Jahren verlassen und seine Mutter hat soeben einen neuen Job als Pflegekraft im Seniorenheim auf Schloss Geroldseck angetreten, wo die beiden auch wohnen können. Beim Wechsel in seine neue Schule in der Nähe wird er von den Klassenjungen als „Burg-Grufti“ gemobbt. So ist Max sehr glücklich, dass er bald neue Freunde im Schloss findet: Das schrullige Außenseiter-Trio Vera, Horst und Kilian, das sich nach ihrer Tischnummer im Speisesaal „Wilde 7“ nennt. Vera war einst eine erfolgreiche Schauspielerin und versäumt nie, auf ihre berühmtesten Filmrollen zu verweisen, die kaum mehr jemand kennt. Horst war einst ein erfolgreicher Fußballtrainer, wovon er gerne schwärmt, und Kilian pflegt in seinem Wohnappartement Spinnen. Als ein Einbrecher im Schloss sein Unwesen treibt und Geld und Juwelen raubt, weckt dies die große Neugierde von Max, dessen späterer Berufswunsch ist, Detektiv zu sein. Max, seine drei Freunde und Schulkameradin Laura können nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ den Kriminalfall lösen.
Nach dem ersten Band der Kinderbuchreihe „Max und die wilde 7“ haben die beiden Buchautoren Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner selbst das gelungene Drehbuch verfasst und Winfried Oelsner auch selbst die Regie übernommen. Schon das Buch zeichnet eine Kriminalgeschichte für Kinder mit einer neuen und sehr originellen Konstellation der Figuren. Im Mittelpunkt der Geschichte ist mit Max ein Kind, aber zu seinen Freunden und Helfern bei der Auflösung des Kriminalfalles zählen mit der „Wilden 7“ drei Persönlichkeiten, die zu seinen Großeltern zählen könnten. Und diese „Wilde 7“ bekommt neben dem wunderbar besetzten und auch unter bester Führung gut spielenden Jonas Eisenblätter alle drei ebenbürtige Hauptrollen. Reizvoll ihr Spiel untereinander mit schönen ironischen Dialogpartien. Ein Glücksfall im Trio ist Uschi Glas, die mit herrlicher Selbstkarikatur für Schmunzeln und Lacher sorgen darf. Dazu hat sie ihre beiden Freunde ganz schön „im Griff“, was Günther Maria Halmer und Thomas Thieme mit schönem Spiel gerne akzeptieren. Die Figur von Max bietet für Kinder gute Identifikationsmöglichkeiten: Und dann ist da noch die alleinerziehende Mutter – überzeugend gespielt von Alwara Höfels – und der fehlende Vater, den Max vermisst. Die „Wilde 7“ gibt Max einige wichtige Botschaften: Du musst dir Respekt verschaffen und Mut zeigen. Insgesamt lobt die Jury die Charakterzeichnung der Erwachsenen, die in vergleichbaren Kinder-und Jugendfilmen häufig zu Witzfiguren gemacht werden. Ein Lob der Jury gilt der guten Kameraführung und Lichtgestaltung in teilweise dunklen Räumen des Schlosses und der liebevollen Ausstattung, vor allem der Wohnungen der Senioren. Insgesamt ist dies ein gelungener Kinderfilm für eine Zielgruppe bis etwa 10 Jahren, der bei Besuch im Kino von ganzen Familien und damit eben auch von den begleitenden Erwachsenen sicher sehr gerne gesehen wird.