Love, Peace & Beatbox

Kinostart: 25.09.08
2008

FBW-Pressetext

Beatboxing ist ein neuer Musikstil, der aus dem Rap kommt und bedeutet Percussions zu imitieren. Mit viel Insiderkenntnis und Vertrautheit zu seinen Akteuren führt Regisseur Meyer-Dabisch in einen neuen Bereich der Jugendkultur. Er gewährt Einblicke in eine Szene, in eine Subkultur, die genau wie der Film den Schalk im Nacken bewahrt. Love, Peace & Beatbox ist ein faszinierender, unprätentiöser Dokumentarfilm, der sein Publikum durch seine klare Struktur und die Konzentration auf das Thema fesselt.
Auch nach dem Erfolg der Uraufführung bei der Berlinale 2008, ist diese kurzweilige Dokumentation noch immer ein Geheimtipp, den man nicht verpassen sollte.

Filminfos

Gattung:Dokumentarfilm
Regie:Volker Meyer-Dabisch
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:70 Minuten
Kinostart:25.09.2008
Verleih:Wild Style (Gmfilms)
Produktion: Volker Meyer-Dabisch, Volker
FSK:12

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Der Dokumentarfilm über Beatboxing, das fünfte oder - wie Akteure im Film verkünden - durchaus das „erste Element“ des Hip Hop, geriet zum Überraschungsfilm der letzten Berlinale (in der Programmsektion „Perspektive Deutsches Kino“).

Zu Recht, denn Love, Peace and Beatbox ist sowohl ein authentisches als auch äußerst anregendes und mitreißendes Dokument über diese vielschichtige (Sub) Kultur. („Beatboxing ist das Erzeugen von Tönen mit dem Mund, die einem Schlagzeug oder anderen Perkussioninstrumenten ähneln. Der musikalischen Bandbreite der imitierten Instrumente“, so Wikipedia, „sind keine Grenzen gesetzt.“)

Autor und Regisseur Volker Meyer-Dabisch (von ihm stammte schon u.a. das Doku-Musical „Kohle, Kohle“ mit der Beatboxband 4x Sample Crew) gelang der Film, der sowohl Insider der Szene zufrieden stellen dürfte, aber damit auch wenig vertraute Zuschauer fasziniert und in seinen Bann zieht.

Love, Peace and Beatbox setzt auf die Suggestion dieser Musikbewegung, auf ihre Phantasie, ihre grandiose Spiellust. Der Zuschauer lernt wesentliche Protagonisten in ihrem Selbstverständnis und mit ihren Eigenheiten kennen, vernimmt die Legende von einem getöteten Guru und sieht und hört den Akteuren bei kreativen Arbeitsprozessen zu.

Auch wenn ein messianischer Duktus zur Grundmelodie des Dokuments zählt, geht er nie zu Lasten der sinnlichen Performance, kommt auch der augenzwinkernde Schabernack nicht zu kurz.

Zum furiosen Höhepunkt wird das dokumentierte Finale der „5. German Beat-Box-Championship“, ein schönes Fest der Sinne, voller Drive und theatralischer Finessen.