Lippels Traum

Kinostart: 21.03.91
1990
Filmplakat: Lippels Traum

Kurzbeschreibung

Während des Urlaubs seiner Eltern beginnt ein Junge, in dem Märchenbuch "1001 Nacht" zu lesen. Als seine griesgrämige Aufpasserin ihn daran hindert, träumt er die Geschichte weiter.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Gattung:Kinder-/Jugendfilm
Regie:Karl-Heinz Käfer
Darsteller:Irm Hermann; Hannelore Hoger; Felix von Manteuffel; Constantin Trettler
Drehbuch:Maria Theresia Wagner
Kamera:Wolfgang Treu
Schnitt:Dagmar Pohle
Musik:Michael Cajare
Weblinks:;
Länge:84 Minuten
Kinostart:21.03.1991
Verleih:Jugendfilm Verleih
Produktion: Studio Hamburg Enterprises GmbH, Alpha-Film, Alma Film, ZDF

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Die dramaturgische Klammer dieses Kinder- und märchenfilms bildet die allzu holzschnittartig berichtete Reise von lippels Eltern in den Urlaub und ihre schließliche Rückkehr. Dazu entfaltet der Film die Märchenwelt der Sherezade aus "1001 Nacht! und wie Lippel sie jeweils nach den tagesereignissen weiterträumt. Die Menschen seiner realen Welt füllen in Lippels Träumen jeweils relevante Positionen von Sympathie und Abneigung.

Die märchenhaften Landschaften in Marokkos Wüste - wie aus einem Bilderbuch - bekommen in ihrer poetischen Dimension zusätzlichen Reiz: sie sind verfremdete Realitä aus dem Blickwinkel des Jungen. In die kinematographisch verwirklichten Träume des Jungen sind dessen Grundängste und individuelle Gefühle mit psychologischer Stichhaltigkeit verwoben. Die Übergänge zwischen Traumwelt und Realität sind auf professionelle Weise fließend. Ähnlich sind auch zwei aneinander fremde Welten (Alltag des jungen, orientalische Märchenwelt) dramaturgisch plausibel und technisch sauber in Kontrast zusammengeführt. Auch die nicht selbstverständliche Integration zweier Türkenkinder wird unaufdringlich als gesellschaftliches Problem thematisiert.