Kawa, der Schmied

Filmplakat: Kawa, der Schmied

Kurzbeschreibung

Das Kunstwerk befasst sich mit der Legende von Kawa, dem Schmied. Sie liegt dem Newrozfest zugrunde, so wie es am 21. März von den Kurden heutzutage begangen wird.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Kurzfilm; Stop-Motion
Regie:Ellen Löchner
Drehbuch:Ellen Löchner
Kamera:Dorle Voigt
Schnitt:Dorle Voigt
Musik:Jörge Enrique Porras-Alvarado
Webseite:eldojo.de;
Länge:14 Minuten
Produktion: eldojo Künstler-Kollektiv

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Ellen Löchner erzählt hier eine alte kurdische Legende, die dem Newroz-Fest zugrunde liegt. Und um der kurdischen Kultur gerecht zu werden, verzichtet sie ganz darauf, die handelnden Personen wie den Schmied Kawa und den Tyrannen Dahak bildlich darzustellen. Stattdessen werden sie durch antike mesopotamische Symbole dargestellt, oder einfach durch schwarze Punkte in der mit Wasserfarben gemalten Landschaft am Berg Ararat. Diese Art der abstrakten Illustration ist sperrig, zwingt aber wie ein Brecht‘scher Verfremdungseffekt dazu, über die erzählte Geschichte nachzudenken statt sich in sie einzufühlen. Animiert ist der Film in der traditionellen Stopptrick-Technik, die ja auch immer bewusst stilisiert und „gemacht“ wirkt. So entsprechen sich Form und Inhalt hier konsequent, auch wenn es einem der kurdischen Kultur fremden Publikum wie der Jury schwer fällt, den Film in all seinen Facetten zu entschlüsseln.