Karakum

Kinostart: 10.04.97
1994
Filmplakat: Karakum

Kurzbeschreibung

Deutscher Junge will seinen Vater besuchen, der auf den Gasfeldern in Turkmenistan arbeitet. Mit seinem einheimischen Freund geht er in der Wüste verloren und wird schließlich gerettet.
Prädikat besonders wertvoll

Filminfos

Kategorie:Kinder-/Jugendfilm
Gattung:Abenteuerfilm
Regie:Arend Agthe
Darsteller:Max Kullmann; Murad Orazov; Pjotr Olev
Drehbuch:Usam Saparov
Kamera:Michael Wiesberg
Schnitt:Ursula Höf
Musik:Matthias Raue; Martin Cyrus
Weblinks:filmsortiment.de;
Länge:101 Minuten
Kinostart:10.04.1997
Verleih:Impuls Filmverleih
Produktion: Bundesbeauftragte für Kultur*, Runze, Ottokar, Filmproduktion, Berlin Ylham Studios, Ashghabat/Hessischer Rundfunk, Frankfurt (Main)/Westdeutscher Rundfunk, Köln
FSK:6

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Nach "Flussfahrt mit Huhn" jetzt "Wüstenfahrt mit Ziege". Arend Agthe ist in seinem neuen Jugendfilm nicht nur an Land gegangen, sondern gleich in die Wüste gezogen, um auf den Spuren von Karl May in dem Gebiet von Karakum eine deutsch-turkmenische Koproduktion auf die Beine zu stellen.
Zwei Dreizehnjährige, ein Deutscher und ein Turkmene, gehen in der Wüste verloren. Diese Konstellation einer Geschichte ermöglicht das Gegensätzliche, aber auch das Gemeinsame zweier verschiedener Kulturen aufzuzeigen.
Der Deutsche und der Turkmene, plötzlich aufeinander angewiesen, verständigen sich, ohne miteinander reden zu können, denn keiner versteht die Sprache des anderen. Das Drehbuch wartet mit einer Fülle von Ereignissen auf. Immer wieder wird die Rettung der Kinder hinausgezögert. Dabei kommt es auch zu Zwischenfällen, deren Zufälligkeit nicht auf die Waage der Logik gelegt werden sollte, Unglaubwürdigkeiten bleiben nicht ausgespart. Aber ein Abenteuerfilm dieses Genres kann auf solche Ingredienzien nicht verzichten, und die dadurch entstehende Spannung sorgt dafür, dass das Interesse am Schicksal der Kinder wach bleibt.
Diese sind nicht nur in ihrer Cleverness den Erwachsenen in der Handlung überlegen, sondern auch als Darsteller durchaus ebenbürtig. Die Regie führt sie unaufdringlich durch alle Widrigkeiten. Die Kamera schwelgt in Bildern von einer Landschaft, deren Kargheit und Unerbittlichkeit spürbar bleibt, optische Idylle gibt es hier nicht.