Joyride - Spritztour

Kinostart: 27.12.01
2001
Filmplakat: Joyride - Spritztour

FBW-Pressetext

Aus einem dummen Jungenstreich entwickelt sich eine alptraumhafte Verfolgungsjagd auf dem Highway, die zwei Brüder in Angst und Schrecken und den Zuschauer in Hochspannung versetzt.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Thriller
Regie:John Dahl
Darsteller:Paul Walker; Leelee Sobieski; Steve Zahn
Drehbuch:Jeffrey Abrams; Clay Tarver
Weblinks:;
Länge:97 Minuten
Kinostart:27.12.2001
Verleih:Fox
Produktion: Regency Enterprises, Epsilon Motion Pictures;
FSK:16

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Zwei Brüder fahren über die endlosen Highways im amerikanischen Westen, um eine Freundin in einer kleinen Universitätsstadt in Colorado abzuholen. Sie versuchen sich durch einen Scherz die eher langweilige Fahrt unterhaltsamer zu gestalten. Über CB-Funk gaukeln sie einem Truckfahrer vor, eine attraktive junge Frau namens Zuckerstange sei auf der Suche nach einem Abenteuer. Doch der Scherz geht nach hinten los. Denn der Trucker, der den Betrug erkennt, fühlt sich verletzt und gedemütigt und will Rache. Er entpuppt sich als mörderischer Psychopath, der nun die beiden jungen Männer konsequent verfolgt.

Streckenweise erinnert der Film an Steven Spielbergs frühes Meisterwerk „Das Duell“. Auch hier wird ein riesiger Lastwagen zu einer dunklen Bedrohung, der die - in diesem Fall- zwei jungen Männer immer wieder nur mit Mühe entkommen. Doch bei dieser Hommage an Spielberg bleibt es nicht, geht er doch weit über Spielbergs Duell hinaus. Der Film entwickelt sich zu einem intensiven Thriller mit atemberaubender Spannung und einer eigenwilligen Farbdramaturgie. Der geschickte Einsatz von Farbe, Licht und Schatten als dramatisches Mittel, um die Spannung noch zu erhöhen, wird bis zum Ende durchgehalten. Allerdings erscheinen die letzten Szenen in ihrer ausführlichen Darstellung von Gewalttätigkeit überzogen. Die logischen Brüche der Handlung – der völlige Verzicht der Jungen auf polizeiliche Hilfe und die Frage, wie dem geheimnisvollen Trucker die totale Überwachung der verfolgten Jugendlichen bis ins letzte Detail gelingt – sind zudem bei dieser ansonsten von suggestiven Bildern und spannenden Momenten geprägten Dramaturgie nicht zu übersehende Schwächen.