Invictus - Unbezwungen

Kinostart: 18.02.10
2009
Filmplakat: Invictus - Unbezwungen

FBW-Pressetext

Nelson Mandela, der aufgrund von politischen Aktivitäten 27 Jahre in Südafrika im Gefängnis inhaftiert war, wird 1994 in freien Wahlen zum Präsident gewählt. Als eines seiner Mittel zur Vereinigung der weißen und schwarzen Bevölkerung, wählt der charismatische Mandela den Rugby World Cup. Doch es kostet ihn Zeit und Überzeugungskraft, um das eigentlich erfolglose südafrikanische Team zu motivieren und ihr Apartheid belastetes Image innerhalb der schwarzen Gemeinschaft zu dekonstruieren. Meisterregisseur Clint Eastwood präsentiert ein emotionales Werk mit atemberaubenden (Sport-)Aufnahmen und einem großartigen Morgan Freeman im Zentrum der Handlung. Die FBW-Jury lobt ein filmisch und dramaturgisch perfektes Werk mit bis in die kleinste Rolle hervorragend geführten Charakteren und vergibt einstimmig das höchste Prädikat!

Filminfos

Gattung:Biopic
Regie:Clint Eastwood
Darsteller:Matt Damon; Morgan Freeman; Tony Kgoroge; Patrick Mofokeng; Matt Stern; Julian Lewis Jones; Adjoa Andoh; Merguerite Wheatley
Drehbuch:Anthony Peckham
Buchvorlage:John Carlin
Kamera:Tom Stern
Schnitt:Joel Cox
Webseite:Invictus-DerFilm.de;
Länge:134 Minuten
Kinostart:18.02.2010
Verleih:Warner
Produktion: Warner Bros. Pictures, Spyglass Entertainment; Mace Neufeld Productions; Malpaso Productions; Revelations Entertainment;
FSK:6

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Nach 27jähriger Haft auf „Robben Island“ ist Nelson Mandela zum Präsidenten Südafrikas gewählt worden. Mit der festen Überzeugung, dass sein Land nach dem Ende der Apartheid noch lange Zeit mit Rassenkonflikten und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat, sieht er mit der Rugby-Weltmeisterschaft 1995 im eigenen Land eine große Chance, das zerrissene Land mit einem Sport, der alle Schranken überwindet, zu vereinen. Selbst ehemaliger Rugby-Spieler und begeisterter Anhänger dieser Sportart, gelingt es ihm, den Mannschaftskapitän des Südafrika-Teams davon zu überzeugen, sich für die Solidarität zwischen dem bis zu diesem Zeitpunkt nur vom weißen Bevölkerungsteil Südafrikas anerkannten Team und Land einzusetzen. Mandelas Strategie war, mit der Rugby-WM über Generationen- und Apartheids-Grenzen hinweg das Land zu vereinen. Und was nahezu als aussichtslos erschien, traf ein: Die Mannschaft wuchs über sich hinaus, schlug den scheinbar unbesiegbaren Gegner Neuseeland im Finale und setzte ein ganzes Land über alle Rassenschranken hinweg in einen unbeschreiblichen Freudentaumel.

Wie man es von Clint Eastwood nicht anders erwarten kann, inszenierte er das packende, allzeit spannende und starke Emotionen frei setzende Drama souverän und führte seine Schauspieler erneut zu Glanzleistungen: Morgan Freeman spielt nicht nur Mandela, er ist es, und Matt Damon spielt, auch mit beachtlichem körperlichen Einsatz, den Mannschaftskapitän Francois Pienaar. Auch alle weiteren Rollen sind trefflich besetzt und ihr Spiel überzeugend.

Ein hervorragendes Drehbuch bietet nicht nur eindrucksvolle Dialogpartien, sondern stellt auch sehr geschickt reizvolle Kontrastpositionen her, wie zum Beispiel Mandelas weiß-schwarze Bodyguard-Truppe. Alle eingeführten Personen oder Personengruppen finden ihre konsequente Führung durch den Film und dienen dem Spannungsaufbau.

Die exzellente Kamera besticht an Originalschauplätzen, außen wie innen und vor allem auch bei den Sportaufnahmen in und über dem Stadium. Und der Zuschauer spürt, dass die Spiele nicht nur am Computer simuliert wurden, sondern gut trainierte Schauspieler (Matt Damon!) und Profis im harten Kampf echt und hautnah „erlebt“ werden können.