Inglourious Basterds

Kinostart: 20.08.09
2009
Filmplakat: Inglourious Basterds

FBW-Pressetext

Der neue Film von Kultregisseur Quentin Tarantino erzählt die fiktive Geschichte in Ungnade gefallener Soldaten. Diese werden, um ihrer Hinrichtung zu entgehen, im besetzten Frankreich der 40er Jahre auf Nazi-Jagd geschickt. Parallel dazu will sich auch die junge Jüdin Shosanna auf ihre Weise an den Nazis für die Ermordung ihrer Eltern rächen. Eindrucksvoll baut Tarantino mit eigenwilligen, oft sparsam eingesetzten, filmischen Mitteln eine atemberaubend intensive Spannung auf. Er bricht mit Konventionen und erzählt ein äußerst gewitztes und unglaublich faszinierendes Märchen. Das ist wahre Erzählkunst auf höchstem Niveau, eine Hommage an das Kino selbst, wenn er wichtige Höhepunkte der Filmkunst zitiert und in der Verknüpfung eine neue geniale Gesamtästhetik schafft. Ein großer Spaß und Muss für jeden Cineasten.
Prädikat besonders wertvoll

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Filminfos

Gattung:Abenteuerfilm
Regie:Quentin Tarantino
Darsteller:Daniel Brühl; Omar Doom; B.J. Novak; Jacky Ido; Christoph Waltz; Eli Roth; Mélanie Laurent; Michael Fassbender; Sylvester Groth; Gedeon Burkhard; Diane Kruger; August Diehl; Brad Pitt; Denis Menochet
Drehbuch:Quentin Tarantino
Kamera:Robert Richardson
Schnitt:Sally Menke
Webseite:weinsteinco.com;
Weblinks:universal-pictures.de;
Länge:154 Minuten
Kinostart:20.08.2009
Verleih:Universal
Produktion: Universal Pictures, Weinstein Company; A Band Apart; Babelsberg International Filmproduction; Lawrence Bender Productions;
FSK:16
Förderer:MBB; DFFF; MDM

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Die FBW-Jury hat dem Film das Prädikat besonders wertvoll erteilt.

Frankreich während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Die Jüdin Shosanna Dreyfus kann nur hilflos zuschauen, wie der sprachfertige und ausgesprochen listige Nazi-Oberst Hans Landa ihre gesamte Familie ermorden lässt. Doch Shosanna gelingt es zu entkommen - nach Paris, um sich dort eine neue Identität als Kinobesitzerin zuzulegen. Anderswo in Europa stellt US-Leutnant Aldo Raine derweil die so genannte „Basterds“-Gruppe zusammen – bestehend aus jüdisch-amerikanischen Soldaten, die gnadenlos schockierende Vergeltungsschläge gegen die Nazis begehen sollen und auch werden. Zum perfekten Showdown zwischen allen Beteiligten kommt es, als sich in Shosannas Kino die Nazi-Größen zu einer Sondervorführung einfinden. Denn nun steht der jungen Frau und den „Basterds“ nichts mehr im Wege, ihren ganz persönlichen Rachefeldzug durchzuführen.

Der große amerikanische Regisseur Quentin Tarantino und wie er die Welt sieht - INGLOURIOUS BASTERDS ist ein gewohnt Stil sicherer, typisch lakonischer Film des Kultregisseurs - cool, mit viel Gewalt und einer ansprechenden Botschaft. Denn dass der entflammbare Nitrofilm, also das historische Kino am Ende die Nazis besiegt, ist natürlich nicht nur für Cinephile eine ausgesprochen charmante Idee. Auch die Besetzung des Films und die insgesamt ganze Ensembleleistung sind großartig – besonders erwähnenswert dabei die Rolle von Christoph Waltz als schlaues, überaus gefährliches Ekel Hans Landa, der bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes als „Bester Darsteller“ ausgezeichnet wurde, völlig zurecht, wie festzustellen ist. Aber auch der sonstige Cast ist bis in die Nebenrollen hinein als hervorragend besetzt, wie gespielt zu bewerten.

Besonders erwähnenswert erschien der Jury die Tatsache, dass – nach einem etwas verhaltenen, eher dialogreichen Beginn – der Spannungsbogen im Film stets gehalten wurde. Diese „Fieberkurve“ stellt – bis zum grande finale – eine der ganz großen künstlerischen Leistungen von INGLOURIOUS BASTERDS dar. Dass Tarantino dabei seine ganz eigene Wirklichkeit hervorbringt, die sich stilistisch wie inhaltlich auch einiges herausnimmt (z. B. die nicht immer nachvollziehbare Logik der hervorgebrachten Handlungen), sieht man ihm allzu gerne nach.

Diese geschliffenen Dialoge, die immer währende Verbeugung vor der Filmgeschichte z. B. vor Hitchcock, der ungezügelte, überaus gelungene Genre-Mix, der die verschiedensten Metapher - besonders der Rache - verarbeitet. Das alles passiert ungezwungen, subtil und ist gespickt mit einem genialen Umgang aller zur Verfügung stehenden filmischen Mittel auf höchstem Niveau. Ein tänzelnder Tarantino – endlich mal wieder.