Heiter bis wolkig

Kinostart: 06.09.12
VÖ-Datum: 14.03.13
2012
Filmplakat: Heiter bis wolkig

FBW-Pressetext

Spaß haben, den Chef veralbern, Mädels aufreißen – so sieht das Leben von Tim und Can aus. Bei den Frauen haben die Jungs eine ganz große Klappe und gehen bei ihren Anmachsprüchen sogar so weit, zu behaupten, sie seien todkrank, um über die Mitleidsmasche zu punkten. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Doch eines Abends begegnet Tim Marie und hat nicht nur Erfolg bei ihr als angeblicher Krebspatient, sondern findet in ihr die ganz große Liebe. Alles könnte so schön sein, doch wie soll Tim jetzt aus der Nummer mit seiner Lüge wieder rauskommen? Und dann wäre da noch Maries Schwester Edda, die alles andere als ein Sonnenschein ist. Denn sie hat tatsächlich Krebs. Und muss bald sterben. Die Verbindung der leichten Komödie mit lockeren Sprüchen und dem tief berührenden Drama einer todkranken jungen Frau verläuft in diesem Film oftmals fließend. Regisseur Marco Petry schafft es, beide Ebenen geschickt miteinander zu verbinden und bringt den Zuschauer gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen. Vor allem Jessica Schwarz als Edda zeigt Facetten von sich, die innerhalb von Sekunden von Komik zu Tragik schwingen. Max Riemelt überzeugt als geläuterter Tausendsassa, der lernt, dass es im Leben auf mehr als nur Spaß ankommt. Er wird zu Eddas Freund und hilft ihr, die letzten Träume zu verwirklichen, bevor ihr Leben zu Ende ist. Eine romantische Komödie mit Tiefgang.

Filminfos

Gattung:Drama; Komödie; Spielfilm
Regie:Marco Petry
Darsteller:Max Riemelt; Anna Fischer; Jessica Schwarz; Elyas M'Barek; Dieter Tappert; Johann von Bülow; Stephan Luca
Drehbuch:Axel Staeck
Kamera:Jan Fehse; Helmut van der Wiehlen
Schnitt:Marco Pav D'Auria
Weblinks:zelluloid.de;
Länge:90 Minuten
Kinostart:06.09.2012
VÖ-Datum:14.03.2013
Verleih:Constantin Film Verleih GmbH
Produktion: Film1 GmbH & Co. KG, SevenPictures Film; Constantin Film Produktion;
FSK:6
Förderer:FFA; FFF Bayern; DFFF; Film- und Medienstiftung NRW
BD EAN-Nummer:4011976325987
DVD EAN-Nummer:4011976882985
Anbieter-Link:paramount.de
DVD Extras:Making of; Musikvideo

Trailer_starten

Trailer wird nach Kilck nicht abgespielt?
Hier geht es zum Download des aktuellen Quicktime-Players.

Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Der Einstieg ist eher triste Humorkost aus dem Fernseh-Hauptprogramm. Gutaussehende Jungs machen sich auf Mädelsfang. Soweit, so vorhersehbar – denkt der Zuschauer. Doch der ist bald angenehm überrascht, was für eine vielschichtigen Film Regisseur Marco Petry hier zustande gebracht hat.

Selten sieht man im deutschen Kino eine derart gelungene Mischung aus Komödie und Tragödie, bei der sich beide Teile die Waage halten und das Ende alles andere als vorhersehbar ist. Die Umsetzung dieses raffinierten und ergreifenden Drehbuchs ist zu einem großen Teil dem brillanten Cast zu verdanken. Einerseits komment die komödiantischen Fähigkeiten der Schauspieler zum tragen, andererseits gibt ihnen der Film auch die Möglichkeit, ihr vielseitiges Talent in Szenen unter Beweis zu stellen, bei denen es auf nuanciertes Spiel ankommt. Alle Figuren sind echte Charaktere, kein Spiel mit Klischees verstellt deren Innenleben. Das Wechselbad der Gefühle der drei Hauptdarsteller überträgt sich auf den Zuschauer, ohne dass die Tränendrüsen des Publikums unnötig strapaziert werden.

Hier wurde ein schwieriges Thema einfühlsam und zugleich unterhaltsam aufgegriffen und es ist ein Glücksfall für das aktuelle deutsche Kino, dass dieser Film nicht an übereifrigen Produzenten oder zögerlichen Förderern gescheitert ist.

HEITER BIS WOLKIG ist ein hervorragendes Beispiel für anspruchsvolle Unterhaltung, der nur zu wünschen ist, dass das Publikum sich von der scheinbar sperrigen Thematik nicht abschrecken lässt, sondern sich einlässt auf diese scheinbar mitten aus dem Leben gegriffene Romanze der vollkommen anderen Art. Die hohe Qualität dieses Wechselbades der Gefühle ließ den Ausschuss auch über die ein oder andere komödienbedingte Klippe hinwegsehen. Und dauch das etwas arg in die Länge gezogene Happy End wurde gerne verziehen.