Gefährten

Kinostart: 16.02.12
VÖ-Datum: 30.08.12
2011
Filmplakat: Gefährten

FBW-Pressetext

Albert ist selbst noch nicht richtig erwachsen, als sein Vater den einjährigen Hengst Joey kauft. Schnell freunden sich die beiden an und Joey wird für Albert zum treuesten Gefährten. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus und Joey wird als Kriegspferd nach Europa gebracht. Bereits als Roman und als Bühnenstück feierte die Geschichte vom Kriegspferd Joey und seiner unzerstörbaren Treue zu Albert große Erfolge. Nun hat Steven Spielberg die Geschichte als episches Melodram verfilmt mit opulenten Bildern und einer mitreißenden Musik. Spielberg changiert dabei immer zwischen ruhigen und innigen Momenten der Freundschaft und spektakulären Sequenzen von Gefahr und Abschied. Eindrucksvoll inszeniert Spielberg die Kriegsszenarien, ohne explizit Gewalt zu zeigen. Der Zuschauer begleitet Joey während der Episoden seiner gefährlichen Reise und begegnet immer wieder neuen „Gefährten“. Am Ende besiegt schließlich die Freundschaft zwischen Mensch und Tier alle Widrigkeiten. Großes Gefühlskino, mit Mut zum Pathos inszeniert.

Filminfos

Gattung:Drama; Spielfilm
Regie:Steven Spielberg
Darsteller:Tom Hiddleston; David Thewlis; Toby Kebbell; Emily Watson; Benedict Cumberbatch; Peter Mullan; Eddie Marsan; Jeremy Irvine
Drehbuch:Richard Curtis; Lee Hall
Buchvorlage:Michael Morpurgo
Kamera:Janusz Kaminski
Schnitt:Michael Kahn
Musik:John Williams
Webseite:gefährten-derfilm.de;
Weblinks:zelluloid.de;
Länge:146 Minuten
Kinostart:16.02.2012
VÖ-Datum:30.08.2012
Verleih:Walt Disney
Produktion: Amblin Entertainment, Kennedy; The Marshall Company;
FSK:12
DVD EAN-Nummer:8717418342890

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Jury-Begründung

Prädikat besonders wertvoll

Nach einem bekannten Buch und Bühnenstück von Michael Morpurgo schuf Steven Spielberg ein abenteuerliches Drama voller Emotionen um das Wunderpferd Joey.
Ted Narracott, ein ebenso stolzer wie auch armer englischer Lehns-Farmer, gibt gegen alle Ratschläge sein letztes Geld aus für den Kauf eines einjährigen Pferdes, dessen Anblick ihn fasziniert. Teds Sohn Albert bildet es aus und führt es sogar zu schwerer Ackerarbeit. Joey ist nun sein Pferd und wird zu seinem Lebensgefährten. Bei Kriegsausbruch 1914 muss Alberts Vater das Pferd an die britische Kavallerie verkaufen. So beginnt die fantastische Odyssee von Joey von England aus an die Kriegsfront gegen Deutschland in Frankreich, gerät in die Hände der deutschen Soldaten, in den Besitz einer französischen Familie, auf das grauenvolle Schlachtfeld im Stellungskrieg an der Somme, wo er wieder seinen Gefährten Albert finden wird, um dann nach Ende des Krieges in die englische Heimat zurückkehren zu dürfen.
Joey ist tatsächlich ein außergewöhnliches Pferd, welches auf seiner langen Reise immer wieder auf Menschen stößt, welche von ihm fasziniert werden und die sich für ihn einsetzen. Und dies inmitten einer der grausamsten Kriege der Menschheit. Spielberg gelangen dabei mit großem Aufwand Szenen und Bilder von elementarer Wucht und Eindringlichkeit, wobei das Töten und Sterben der Soldaten nie zum spekulativen Selbstzweck wird und eine humane Grundhaltung deutlich zu erkennen ist.
Spielberg inszenierte mit großer und sicherer Hand. Eine vorzügliche Kamera und die eindrucksvolle Ausstattung sind herausragende handwerkliche Leistungen. So auch das perfekte Spiel der gut gewählten Darsteller. Dramaturgisch gezielt setzt Spielberg als Grundästhetik starke Emotionen durch Blicke, Gesten und Dialoge ein. Verbunden mit der ebenso gefühlvollen musikalischen Untermalung geraten manche Szenen, vor allem auch das Schlussbild, an den Rand des erträglichen Pathos. Dennoch: Spielberg gelang wieder einmal ein grandioses filmisches Werk.