Frau Ella

Kinostart: 17.10.13
2013
Filmplakat: Frau Ella

FBW-Pressetext

Für Sascha ist es ein Schock, als er erfährt, dass seine Freundin Linda schwanger ist. Prompt baut er mit seinem Taxi einen Unfall und landet im Krankenhaus. Dort trifft er auf die sehr charmante und leider auch sehr einsame ältere Dame Ella, die sich einer schweren OP unterziehen muss. Doch bevor es so weit kommt, entführt Sascha Frau Ella aus dem Krankenhaus und nimmt sie mit zu sich. Als Frau Ella dann erzählt, dass ihre einzige große Liebe in Frankreich wohnt, entschließt sich Sascha, Frau Ella zu helfen, den Mann ihrer Träume noch einmal zu treffen. Und lernt ganz nebenbei viel über das Leben und die Liebe. In einem leichten Mix aus Liebesfilm, Komödie und Roadmovie zeigt Matthias Schweighöfer erneut routiniert sein Potenzial als romantischer und komischer Held. Ihm zur Seite steht Ruth Maria Kubitschek als Frau Ella, die die Rolle der Frau Ella mit Charme und Ausdruckskraft spielt. Das Trio wird komplettiert von August Diehl als Saschas bester Freund, dem ewigen Optimisten. Regisseur Marcus Goller, der bereits in FRIENDSHIP mit Matthias Schweighöfer zusammenarbeitete, findet Bilder voller warmer Farben und sonniger Stimmung und erschafft mit seiner charmanten Generationskomödie eine warmherzige Liebeserklärung an die Liebe selbst.

Filminfos

Gattung:Komödie; Spielfilm; Roadmovie
Regie:Markus Goller
Darsteller:Ruth-Maria Kubitschek; Matthias Schweighöfer; August Diehl; Anna Bederke; Hans Löw; Tómas Lemarquis; Anatole Taubman; Anna Thalbach; Stella Stocker
Drehbuch:Dirk Ahner
Buchvorlage:Florian Beckerhoff
Kamera:Ueli Steiger
Schnitt:Simon Gstöttmayr
Musik:Martin Probst
Webseite:frauella.de;
Weblinks:zelluloid.de;
Länge:105 Minuten
Kinostart:17.10.2013
Verleih:Warner
Produktion: Pantaleon Films GmbH
FSK:0
Förderer:FFA; MBB; FFF Bayern

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

„Lieber spät als nie“ – so lautet der Untertitel dieser Komödie des Regisseurs Markus Goller. Dieses Motto bestimmt auch die Filmhandlung, die auf dem Roman „Frau Ella“ von Florian Beckerhof basiert. Drei Protagonisten stehen im Mittelpunkt: Die Freunde Sascha und Klaus, die beide Probleme unterschiedlicher und gemeinsamer Art mit und in ihrem jetzigen Leben haben, und die 87-jährige Ella, die ihrer großen Jugendliebe nachtrauert. Wie diese drei zusammen kommen, welche Wege sie im wörtlichen und übertragenen Sinne dann überwiegend gemeinsam zurücklegen und wie alles endet, haben seit dem Filmstart vor wenigen Tagen bereits mehr als eine halbe Million Zuschauer gesehen. Der Film kann als „sentimentale Komödie“ eingeordnet werden, da er ernsthafte menschliche Probleme thematisiert und zugleich versucht, ihnen mit einer leichten Note die Schwere zu nehmen. Und diesem Genre wird er insgesamt gerecht. Viel Wert wurde dabei auch auf die Ausstattung gelegt.
Die Beziehung zwischen zwei Generationen zu gestalten, dabei einen gegenseitigen Reife- und Lernprozess unaufdringlich einzubetten und nicht einen Generationenkonflikt mit Klamauk zu positionieren – dies gehört unbedingt zu den Stärken des Films.
Das Roadmovie, das zwei Drittel des Films ausmacht, beinhaltet die Reise der drei Protagonisten insbesondere zur Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart von Frau Ella. Sie birgt aber auch neue Erfahrungen für Klaus und Sascha und deren Beziehungen zu anderen in sich. Manches Postkartenmotiv erscheint dabei aufgesetzt, auch das immer strahlende 1968er Mercedes Cabrio wird zu häufig in den Vordergrund „gefahren“. Wirklich berührt dagegen die Friedhofsszene in der Bretagne auf der letzten Station ihrer Frankreichreise.
Dass Markus Goller für die Hauptrollen drei Schauspieler gewinnen konnte, die der Zuschauer aus unterschiedlichen Rollen bereits kennt, ermöglicht Identifikation, aber auch Nachdenklichkeit und Distanzierung. Matthias Schweighöfer und August Diehl spielen sympathisch, doch insbesondere sei hier Ruth Maria Kubitschek genannt.