Flucht zu Dritt

1984

Jurybegründung

Die Erteilung des Prädikats geschah nicht ohne Bedenken des gesamten Ausschusses. Zwar verdient die erzählerische Breite der Films, die einzelnen Szenen fast liebevoll ausmahlt, Anerkennung; zwar ist die Gestaltung, vor allem Aufnahmen, beachtenswert intensiv, ist die Ausstattung , ist die Musik diesem Stil durchweg angemessen. Und all dies ist auch die Rechtfertigung für das Prädikat.



Es bleiben jedoch viele Bedenken, da im Sinne der Genre-Malerei die Szenen fast zu betulich, oft zu breit erzählt werden, sodass sie sich immer wieder in einem Maße verselbstständigen, die ihnen selbst Reiz verleiht, dem Film aber schaden.



Dieser Zwiespalt, der auch durch die Führung der Darsteller nicht aufgehoben, sondern eher noch verschärft wird (weil sie zu wenig verdeutlichen dürfen, in welchem Sinne dieses Melodram zu interpretieren ist), beeinträchtigt den Gesamteindruck des Films erheblich. Thematisch bedeutet dies , dass auch die Gestaltung einer "amour fou" und die Auseinandersetzung mit Fragen der Todesstrafe ziemlich unverbunden und unaufgelöst nebeneinander stehen bleiben.
Prädikat wertvoll

Filminfos

Gattung:Spielfilm
Regie:Gillian Armstrong
Darsteller:Diane Keaton; Mel Gibson; Matthew Modine; Edward Herrmann; Trini Alvarado
Drehbuch:Ron Nyswaner
Kamera:Russell Boyd
Schnitt:Nicholas Beauman
Länge:112 Minuten
Produktion: Metro Goldwyn Mayer Inc
FSK:16

Jury-Begründung

Prädikat wertvoll

Die Erteilung des Prädikats geschah nicht ohne Bedenken des gesamten Ausschusses. Zwar verdient die erzählerische Breite der Films, die einzelnen Szenen fast liebevoll ausmahlt, Anerkennung; zwar ist die Gestaltung, vor allem Aufnahmen, beachtenswert intensiv, ist die Ausstattung , ist die Musik diesem Stil durchweg angemessen. Und all dies ist auch die Rechtfertigung für das Prädikat.

Es bleiben jedoch viele Bedenken, da im Sinne der Genre-Malerei die Szenen fast zu betulich, oft zu breit erzählt werden, sodass sie sich immer wieder in einem Maße verselbstständigen, die ihnen selbst Reiz verleiht, dem Film aber schaden.

Dieser Zwiespalt, der auch durch die Führung der Darsteller nicht aufgehoben, sondern eher noch verschärft wird (weil sie zu wenig verdeutlichen dürfen, in welchem Sinne dieses Melodram zu interpretieren ist), beeinträchtigt den Gesamteindruck des Films erheblich. Thematisch bedeutet dies , dass auch die Gestaltung einer "amour fou" und die Auseinandersetzung mit Fragen der Todesstrafe ziemlich unverbunden und unaufgelöst nebeneinander stehen bleiben.